Ausgleich ist wichtig, Ausgleich ist gut. Jedes Yin braucht sein Yang und jedes Tal einen Berg. Doch Mark Webber hat in dieser Saison dieser Ausgleich gefehlt, für ihn war zu viel Tal und zu wenig Berg. Er sagte nach dem zweiten Training in Istanbul: "Uns hat die Zuverlässigkeit gefehlt. Da hätte es ein paar Podien gegeben, die die Saison ganz anders hätten machen können. Denn wenn es diese schönen Momente gibt, dann tust du dir auch in den schweren Zeiten leichter. Wenn es immer nur schwierig ist und dir vier oder fünf Resultate gestohlen werden, dann ist es viel schwieriger."
Doch er hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Immerhin sind in dieser Saison noch fünf Rennen zu fahren und dafür hat er noch Ziele. Denn nach einem Tal muss ja wieder einmal ein Berg kommen "Es wäre schön, ein paar Mal die Zielflagge zu sehen und ein gutes Resultat zu haben. Es ist für uns im Moment nicht leicht. Es war eine schwere Saison und es gibt keine wirklichen Anzeichen, dass wir die Dinge über Nacht umkehren werden. Jeder legt zu, so wie wir, also können nur weiter optimistisch bleiben", meinte Webber.
Für das Istanbul-Wochenende selbst hat er die Hoffnung jedenfalls noch nicht aufgegeben, auch wenn sich er und seine Teamkollegen Nico Rosberg und Alex Wurz am Freitag eher am hinteren Ende des Feldes bewegten. Vor allem die Bridgestone-Reifen, schienen noch nicht optimal zu laufen. "Es ist hier recht schwer für uns. Auf diesem Kurs scheinen die Michelins ganz gut zu gehen. Aber das war auch in Monte Carlo so und als das Rennen da war, war Bridgestone der bessere Reifen. Die Strecke kann sich also noch zu unseren Gunsten verändern", meinte Webber und hatte damit zumindest einen Hügel im Blick, wenn es schon nicht für einen Berg reichen soll.

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