Flavio Briatore macht derzeit eine Achterbahnfahrt der Gefühle durch. Da sind diese Glücksmomente, als Fernando Alonso und Renault von Sieg zu Sieg eilten und die Weltmeisterschaft schon zur Saisonmitte entschieden schien, da sind aber auch jene Tiefschläge wie seine Krebserkrankung, der Leistungsabfall seines Teams seit Indianapolis und das Verbot der Masse-Dämpfer.
In Ungarn machte Briatore keinen Hehl daraus, dass Ferrari, McLaren und die FIA dafür verantwortlich sind. Sie würden versuchen die WM-Entscheidung zu drehen und Renault den Titel zu stehlen. "Wenn jemand ein Problem hat, dann soll er Protest einlegen", so Briatore. "Unsere beiden Freunde [Ferrari und McLaren] haben sich jedoch bei der FIA beschwert und somit den einfachen Weg gewählt." Darüber sei man nicht glücklich.
McLaren-Boss Ron Dennis dementierte übrigens aufs Heftigste, dass die Silbernen das Verbot der Dämpfer beschleunigt haben. Stattdessen sieht Dennis eine "verständliche Paranoia" im Bezug auf dieses Thema. Dennoch betonte er: "Was heute illegal ist, war es auch gestern, im letzten Monat und während des gesamten Jahres." Briatore & Co dürften dem entgegenhalten, dass sie bereits im letzten Jahr eine Erlaubnis für die Benutzung der Schwingungsdämpfer erhalten haben.
Dennis hat trotz all der Diskussionen noch immer den gleichen Wunsch: Er möchte, dass Fernando Alonso als Doppel-Weltmeister zu McLaren kommt und seine Autos 2007 mit den Startnummern 1 und 2 an den Start gehen. "Warum sollten wir eingreifen, wenn unsere Titelchancen längst vorbei sind? Was wäre logisch daran Fernandos Titelchancen zu schmälern?"



diese Formel 1 Nachricht