Nach zwei Pole Positions in Serie ist das Selbstvertrauen zu McLaren Mercedes zurückgekommen. "Wenn wir in diesem Jahr nicht mehr gewinnen, werden wir bitter enttäuscht sein", gab Geschäftsführer Martin Whitmarsh die Marschrichtung für die letzten Saisonrennen vor: Die Silbernen wollen mindestens einmal noch auf dem obersten Podestplatz stehen. Vielleicht gelingt ihnen das schon am Sonntag in Ungarn.
"Wir haben eine konservative Strategie mit einer ebenso konservativen Reifenwahl, aber die Reifen sollten sehr konstant sein", so Whitmarsh gegenüber motorsport-magazin.com. "Das Auto wurde für das Rennen abgestimmt und wir sollten sehr stark sein. Wir gehen mit der Erwartung in den Sonntag das Rennen gewinnen zu können." Allerdings räumt er natürlich auch ein, dass im Rennen wie üblich "alles" passieren könne.
Nichtsdestotrotz lobte auch er die "tolle Leistung" der beiden Piloten, die sich in den ersten beiden Startreihen einfanden. "Wir haben eine starke Strategie und das Auto und die Reifen sollten auch gut sein. Wir sind also äußerst zuversichtlich."
Im Vergleich mit der Konkurrenz gestand Whitmarsh uns gegenüber ein, dass man zwar die Pace von Renault erreicht habe, aber Michael Schumacher noch einen Tick schneller war. "Das kommt aber auch darauf an, wie viel Sprit er an Bord hatte", grenzte er ein. "Mit so wenig Sprit hätte es Kimi Michael wahrscheinlich auch schwer gemacht."
An der Reifenfront erwartet er keine Probleme. "Michelin hat gute Reifen hierher gebracht und sie scheinen sehr konstant zu sein. Wir sind mit unseren Reifen nicht unzufrieden." Aber was hat McLaren in den letzten Wochen so stark gemacht?
"Es liegt nicht nur an einer Sache", betonte er. "Das Team hat zusammen daran gearbeitet besser zu werden. Ferrari, Renault und McLaren haben ihre Autos seit Saisonbeginn verbessert. Wir haben diesen Fortschritt in den letzten Wochen fortgesetzt, deshalb haben wir einen kleinen Vorteil gegenüber Renault." Morgen soll das dazu ausreichen den ersten Saisonsieg einzufahren - sonst wäre man wohl schon jetzt bitter enttäuscht...

diese Formel 1 Nachricht