BMW Sauber darf zufrieden sein nach dem Qualifying in Ungarn. Man hat beide Autos in die Top Ten der Startaufstellung und damit in die Nähe der Punkteränge gebracht. Vor allem für Robert Kubica, der sogar in die dritte Qualifying-Session kam war das ein außergewöhnliches Erlebnis: "Ich war wirklich überrascht, dass ich schneller war als Nick. Das ist nicht einfach."
Noch einfacher wäre es für ihn allerdings gewesen, wenn er sich nicht von falschen Flaggensignalen hätte ablenken lassen. "Im dritten Qualifying habe ich jemanden gesehen, der eine gelbe Flagge schwenkte. Es war kein Streckenposten, aber das habe ich erst später gesehen. Ich bin vom Gas gegangen, von daher war mein erster Sektor nicht sehr gut. Auf jeden Fall war der Abstand zum nächsten Platz zu groß", sagte Kubica.
Nick Heidfeld war von seinem Abschneiden trotz des zehnten Startplatzes etwas enttäuscht. Vor allem auch deswegen, weil ihm sein debütierender Teamkollege gezeigt hatte, dass es noch schneller gegangen wäre. Heidfeld musste nämlich bereits in der zweiten Session ausscheiden, rückte aber wegen der Rückversetzung von Jenson Button nach vorne. Der Mönchengladbacher hatte allerdings mit Problemen zu kämpfen. "In der zweiten Viertelstunde war die Balance meines Autos auf der ersten Runde gut. Dann hat die Strecke mehr Grip geboten, und den konnte ich leider nicht richtig nutzen. Unter diesen veränderten Bedingungen hat die Balance einfach nicht mehr gepasst", sagte Heidfeld.
Mario Theissen war aber trotz Flaggenverwirrung und Balanceproblemen zufrieden mit dem Ergebnis. "Angesichts der Rennstrategie sind wir mit den Startplätzen neun und zehn sehr zufrieden", sagte Theissen. Was noch das Sahnehäubchen auf Theissen positive Bilanz war, war die Leistung von Robert Kubica. Theissen sagte: "Robert hat einen sehr guten Einstand hingelegt und ist mit der richtigen Mischung aus Angriffslust und Übersicht zu Werke gegangen."

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