Fernando Alonso wurde nach dem Freien Training zu den Rennkommissaren berufen, nachdem er beim Ausgang der Boxengasse den Red-Bull-Freitagsfahrer Robert Doornbos überholt und ihm Handzeichen gegeben hatte. Um 18:25 Uhr unterzeichneten die Kommissare dann ein hartes Urteil, das im schlimmsten Fall Alonso den Titel kosten könnte. Weil sein Manöver laut Kommissare "unnötig, inakzeptabel und gefährlich" war, und er dazu einen anderen Konkurrenten bei gelben Flaggen überholt hatte, werden zu seiner Rundenzeit in jedem Teil des Qualifyings zwei Sekunden addiert.
Damit wird der Renault-Pilot womöglich schon im ersten, sehr sicher aber spätestens im zweiten Teil des Qualifyings durch den Rost fallen. Und das ist auf einer Strecke, die keine Überholmöglichkeiten bietet, die Höchststrafe.
Der Spanier war sich keiner Schuld bewusst. "So etwas passiert jeden Tag", sagte er, bevor er die Entscheidung der Kommissare kannte. "Handzeichen sind überhaupt nichts Besonderes." Für die Kommissare offenbar doch. Und jetzt hat Alonso auf einer Strecke, die ihn sowieso sehr herausgefordert hätte, keine Chance gegen Schumacher.
Dabei war der Spanier am späten Nachmittag noch sehr guter Laune. "Wir waren Zweiter und Dritter", sagte er. "Und weil Fisichella genau so schnell war wie ich, zeigt das, dass es auf jeden Fall besser aussieht als noch in Hockenheim. Hoffentlich können wir morgen noch das verbessern, was heute nicht so gut lief. Ich bin sehr zufrieden."
Doch der Abend dürfte Alonsos Laune erst mal verdorben, und statt dessen Schumacher ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert haben. Der Titelkampf wird immer heißer.

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