Irgendwie war für BMW Sauber an diesem Freitag in Ungarn alles anders. Sie hatten keinen Freitagsfahrer dabei, der übliche Freitagsfahrer, der jetzt Einsatzfahrer ist, war schon lange nicht mehr auf dem Hungaroring und das Wetter war sowieso nicht wie es normalerweise bei diesem Rennwochenende sein sollte.
Was kann man dagegen machen? Genau, nichts. Es wurde bei BMW einfach so gearbeitet wie immer, abgesehen davon, dass Robert Kubica diesmal nur selten auf die Strecke durfte. "Das war kein Freitag, wie ich ihn gewohnt bin. Die Strecke ist mir nicht sehr vertraut, ich bin hier nur einmal vor fünf Jahren gefahren. Ich bin nur fünf fliegende Runden gefahren, von daher war es nicht einfach", meinte der Pole nach seiner Degradierung zum Freitagswarter.
Auch Nick Heidfeld fühlte sich nicht ganz so wohl. Er, der ja schon etwas mehr Erfahrungen auf dieser Rennstrecke hat, vermisste offensichtlich die normalen Temperaturen. "Die Strecke ist erheblich kühler als jeder erwartet hat. Das war heute das Problem bezüglich der Abstimmung und Balance des Autos", sagte der Deutsche. Da dadurch auch eine kleine Abstimmungsänderung nötig wurde, konnte Heidfeld nicht so viele Runden fahren, wie das eigentlich geplant gewesen wäre.
Auch der Technische Direktor von BMW Sauber, Willy Rampf, konnte sich mit den niedrigen Temperaturen nicht ganz anfreunden. "Aufgrund der unerwartet niedrigen Fahrbahntemperaturen war das ein prinzipiell schwieriges Training. Wir haben uns darauf konzentriert, eine Basisabstimmung zu erarbeiten und sind auch erst am Nachmittag gefahren, als die Streckenbedingungen etwas besser waren", sagte Rampf. Spätestens am Samstag im Qualifying muss dann gefahren werden, egal wie das Wetter ist. Bis dahin sollte das mit der Abstimmung dann eigentlich auch funktionieren.

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