Irgendwann musste es ja passieren: So aggressiv wie die Piloten seit einigen Qualifyings zur Sache gehen, um ja am meisten Benzin zu verbrennen und freie Fahrt zu haben, musste es irgendwann einmal krachen. Die Übeltäter waren Ralf Schumacher und Pedro de la Rosa.

"Leider hat mich Ralf in der Haarnadel getroffen und deshalb ging mein rechter Hinterreifen kaputt", beschrieb de la Rosa die Situation trocken. "Es war ein Missverständnis auf beiden Seiten", wollte er Ralf aber keine Schuld geben.

Diese hätte Ralf auch nicht auf sich genommen. "Es sah so aus, als ob Pedro mir eine Lücke zum Überholen lassen würde, aber dann hat er in diesem Moment einfach eingelenkt - da konnte ich einfach nicht mehr reagieren." Für Ralf war das zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch: "Solche Dinge passieren eben manchmal - es war ein Rennunfall." Oder müsste man besser sagen: Ein Qualifyingunfall?

Das Ergebnis war für beide das gleiche: Ein vermasseltes Qualifying. "Als ich in die Box kam, hatte sich etwas Gummi in meiner Bremse angesammelt und ein kleines Feuer verursacht", verriet Pedro. Ralf verlor hingegen viel Zeit als seine Mechaniker den Schaden an der Lenkung seines Toyota reparieren mussten. "Ohne dieses Problem hätten wir uns besser qualifizieren können." Das gilt getrost für beide - ebenso wie die Hoffnung auf ein "konkurrenzfähiges" Rennen.