Zwischen Michael Schumacher und seinem Bruder Ralf gab es schon öfter Differenzen, man erinnere sich nur an Monaco 2005, als der jüngere den älteren heftigst angegriffen hat. Dieses Jahr jedoch stärkte Ralf seinem großen Bruder den Rücken, als er vom Rest der Formel 1 wegen seines Lapsus im Qualifying kritisiert wurde. "Jeder Mensch darf und kann Fehler machen. Aber die Art und Weise, wie einige unserer Fahrer-Kollegen über Michael hergefallen sind, ist nicht zu akzeptieren," sagte der 31-jährige jetzt in der Bild Zeitung.

Die Kritik setzte sich auch in der Fahrergewerkschaft fort, obwohl es allgemein schon kurz nach dem Grand Prix von Monaco hieß, es sei alles vergessen und man würde zur Tagesordnung übergehen. Jacques Villeneuve und Pedro de la Rosa traten als Konsequenz sogar ganz aus der GPDA aus. Geht es nach Ralf Schumacher, sollten noch ein paar mehr ihren Hut nehmen. "Wir können ruhig Namen nennen. Wurz, Räikkönen, Alonso - diese Teilnehmer sollten sofort aus der GPDA ausgeschlossen werden!"

"Entweder erscheinen sie erst gar nicht zu unseren Sitzungen, oder sie schert es einen Dreck, worum es bei der GPDA eigentlich geht," so Schumacher weiter. "Stattdessen vermischen sie Themen und kritisieren andere Fahrer wie meinen Bruder in unwürdiger Weise. Tut mir leid, aber sie sollten besser ganz wegbleiben." Den freiwilligen Rückzug von Jacques Villeneuve begrüßt Ralf Schumacher aber. "Das war auch gut so! Niemand hat soviel für die GPDA getan, soviel privates Geld investiert wie Michael. Ohne ihn würde es die GPDA und Ihre Arbeit für die Sicherheit der Formel 1 gar nicht geben."