Der sechste Platz von Jenson Button beim Rennen in Barcelona ist in den Augen von Honda-Teamchef Nick Fry ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass sein Team ein Paket zur Verfügung habe, mit dem man zwar Renault und Ferrari nicht gefährlich werden könne, anderen Teams, wie McLaren aber durchaus das Leben schwer machen könne. Das erklärte Ziel sei es nun, McLaren dieses Jahr in der Meisterschaft zu schlagen.
"Wie Sie wissen, bin ich ein Mensch, der ein Glas lieber halb voll sieht als halb leer," erklärte Fry unseren Kollegen von Autosport. "Es gibt ein tolles Zitat von Colin Powell: 'Fortwährender Optimismus verdoppelt die Kraft.' Und daran glaube ich wirklich." Wenn man von vorne herein davon ausginge, dass man Zweiter wird, dann würde man das auch und das sei wohl nicht das Erstrebenswerte. Fußballteams würden schließlich auch nicht auf den Platz gehen um "guter Zweiter" zu werden.
In den nächsten beiden Wochen soll Hondas neuer Windkanal vollendet werden und man hofft bei den Japanern, dass man dann auch Mittel und Wege finden wird, das Auto noch schneller zu machen. Fry meinte, er sehe absolut keinen Grund, warum man deprimiert sein solle, nur weil der erste Sieg noch aussteht. "Meine Einstellung ist, solange wir lernen und so lange wir einen Plan haben uns weiterzuentwickeln, bin ich zwar nicht glücklich, aber es akzeptabel. Nur, wenn man keinen Plan, dann ist es inakzeptabel."
Jetzt werde man sich erst einmal darauf konzentrieren, bei den anstehenden Tests in Vallelunga die Ideen umzusetzen, die bereits ausgearbeitet seien und dann auf den neuen Windkanal warten. "Außerdem setzen wir uns von Teams, die in der Meisterschaftswertung hinter uns liegen, ab, sowohl was die Punkte als auch, was den Speed betrifft." Bei einem WM-Stand von momentan 42 Punkten auf Seiten von McLaren-Mercedes und 24 auf Seiten Honda dürfte sich die Aufholjagd aber noch eine Weile hinziehen.

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