Eng geht es zu in diesem Jahr. Das gilt aber nicht nur für den Kampf an der Spitze und das Duell um die rote Laterne: Auch im Mittelfeld balgen sich mehrere Fahrer und Teams um die letzten Punkteränge respektive die Plätze unter den Top10.
Diese waren für beide BMW Sauber Piloten das erklärte Ziel. Erreicht hat es keiner von ihnen: "Ich wollte unbedingt in die Top Ten fahren, habe alles versucht, und dabei ist mir das Auto hinten ausgebrochen", schildert Nick Heidfeld sein abruptes Ende. "Ich bin in die Reifenstapel eingeschlagen, am Auto ist leider einiges kaputt."
Sein Problem war der fehlende Grip auf neuen Reifen. "Nach den Trainings gestern und heute morgen hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl", so Quick Nick, der gestern noch mit einer Magen-Darm-Infektion zu kämpfen hatte.
Genauso "enttäuscht" war Jacques Villeneuve über sein Ausscheiden. "Knapp zwei Zehntelsekunden schneller, und ich wäre Fünfter gewesen", klagte der Kanadier. "Ich weiß, dass das Auto diese Zeit hergegeben hätte. Der Unterschied zwischen Startplatz fünf und zwölf bedeutet im Rennen letztlich, eine Chance auf einen Podiumsplatz oder eben nicht."
Technikchef Willy Rampf fasste das Qualifying treffend zusammen: "Insgesamt hatten wir uns hier mehr erhofft." Allerdings sei es bei der vorherrschenden "großen Leistungsdichte" sehr schwierig "in die Top10" zu gelangen. "Leider haben wir das begeisternde Finale im dritten Durchgang nur als Zuschauer verfolgt", fügte Motorsportdirektor Mario Theissen an. "Das Wettbewerbsfeld liegt so eng zusammen wie nie zuvor. Zwischen dem fünften Platz und Jacques zwölftem Platz liegen nur 17 Hundertstelsekunden." Im Rennen bauen die Weiß-Blauen auf die am Freitag gezeigte Performance auf Long Runs. So möchte Rampf "ein paar Positionen" gewinnen.



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