Sie haben bisher zwar noch keine finanzielle Einigung mit Bernie Ecclestone erzielen können, wie unsere Kollegen von Autosport heute berichten, gab es am Rande des Grand Prix von San Marino aber schon Treffen der Hersteller mit dem Formel 1-Promoter. Eine endgültige Einigung stehe wohl unmittelbar bevor. Mit der Unterzeichnung des neuen Concorde Agreements würden sich alle bis Ende 2012 zu einen Verbleib in der Formel 1 verpflichten.
Renault-Chef Flavio Briatore hat sich in Vertretung aller Hersteller mit Ecclestone und dem Vertreter der CVC Investmentgruppe, Donald MacKenzie, getroffen um die letzten, noch offenen Probleme zu klären und den jahrelangen Kleinkrieg zu beenden. Ein Treffen aller in der GPMA (Grand Prix Manufacturers' Association) vertretenen Hersteller am Freitagabend in Imola soll nun das Angebot der Formel 1-Vermarkter prüfen.
Die fünf Hersteller, Renault, BMW, DaimlerChrysler, Toyota und Honda haben sich mittlerweile, zum Wohle des Sports, dazu durchgerungen, gemeinsam zu agieren, was bedeutet, dass sie entweder alle gemeinsam unterschreiben oder das Angebot gemeinsam ablehnen werden. Briatore sagte aber gegenüber Autosport, dass er mit dem neuen Angebot an die Teams zufrieden sei und man bereit sei, zu unterschreiben. "Wir werden bei Bernie unterschreiben, ja, aber wir haben es noch nicht getan." Er hätte gerade keinen Stift dabei, grinste er und "wir wollen aber sobald wie möglich unterschreiben."
Ecclestone auf der anderen Seite, dämpfte die Euphorie noch etwas und meinte, er sei noch nicht allzu optimistisch, dass ein Deal zustand käme, der einen endgültigen Schlussstrich unter die Querelen setzen würde. "Ich bin dann zuversichtlich, wenn etwas passiert," sagte er. "Wenn die Leute sagen, sie haben eine Rechnung bezahlt, glaube ich das erst, wenn das Geld auf meinem Konto ist. Bis dahin ist es alles nur Gerede."
"Jetzt haben sie wieder ein Meeting," so Ecclestone weiter, "aber sie haben ja ständig Meetings. Ich habe ihnen gesagt, 'schaut doch nur mal das ganze Geld an, das ihr für Mineralwasser in diesen Meetings ausgegeben habt, das ist schon mehr, als ihr eigentlich haben wollt.'" Sein ursprüngliches Angebot war, den Teams 60 Prozent der kommerziellen Einnahmen des Sports auszubezahlen und meinte nun: "Was wir ihnen angeboten haben, können sie jetzt nehmen oder es bleiben lassen. Das ist auch nicht unhöflich," so der 75-jährige. Weitere Angebote werde es nicht geben. "Was wir ihnen angeboten haben, ist alles, was wir bieten. Ich denke, dass sie damit ziemlich gut bedient sind."
Auf die Frage, wann man nun eine Einigung erwarten könne und ob das vielleicht noch diese Woche sein könnte, meinte Ecclestone nur, er habe keine Ahnung. "Ich weiß es wirklich nicht. Eigentlich hätte das schon vor zwei Jahren geschehen sollen."

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