Vier Techniker, vorzugsweise mit Schwerpunkt Motor, waren in Imola zu Gast in der Freitags-Pressekonferenz der FIA. Natürlich geht es zunächst um die eigene Befindlichkeit - und die schätzt jeder der Anwesenden prinzipiell für gut ein. Bernhard Furguson von Cosworth erklärt zudem, dass ihm die V10-Motoren für die Scuderia Toro Rosso so gut wie keine Arbeit bereiten würden, da bei den Zehnzylinderaggregaten jede Weiterentwicklung untersagt ist. Bei den V8-Maschinen für Williams sei das natürlich anders...
Honda-Motorenchef Otto Szafnauer wird auf den Ausfall von Jenson Button in Melbourne angesprochen. Der Brite fuhr wenige Meter vor der Ziellinie an die Seite, verlor somit drei mögliche WM-Punkte. Viele Experten sind der Meinung, Honda habe dies bewusst getan, um für Imola ungestraft ein neues Aggregat einbauen zu dürfen. Snafnauer stellt es anders dar: "Wir sagten Jenson, das Beste wäre, wenn er so schnell wie möglich zur Seite fahren würde - und das hat er dann auch getan. Natürlich bevorzugt man immer, WM-Punkte an Land zu holen." Doch diese seien keinesfalls wichtiger als die Sicherheit eines Piloten, fügte Snafnauer hinzu. Er erklärte zudem, dass Super Aguri als Kundenteam die gleichen Aggregate wie das Werksteam erhalten würde.
Eine neue Ausbaustufe agiert im Heck des Renault von Giancarlo Fisichella. Fernando Alonso jedoch fährt noch mit der alten Version. Der Grund, so erklärt Rob White von Renault, liege einzig daran, dass Fisichella und Alonso in punkto Zweiwochenendmotoren "asynchron" seien. "Eigentlich war die neue Ausbaustufe für das fünfte Rennen vorgesehen, aber da es sich schon einmal so ergeben hat, gaben wir Fisichella gleich die neue Version." Ob das ein Nachteil für Alonso sei, wird White gefragt. Er antwortet: "Es ist sicherlich ein Vorteil für Giancarlo."
Ein weiteres Thema ist die geplante Motoren-Einfrierung, die ab 2008 die Entwicklungskosten der Motoren reduzieren soll. Ferrari-Motorenboss Paolo Martinelli erklärt: "Wir fixieren die Motoren nicht über fünf Jahre - wir sagen ja, dass jedes Jahr ein Entwicklungsschritt vorgenommen werden darf. Wir haben einen Teil eingefroren, dabei geht es quasi um die Grundversion - die Details müssen noch gemeinsam ausgearbeitet werden, sodass wir am Ende ein neues Reglement erhalten."

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