Beim dritten Rennen der noch jungen Verbindung zwischen BMW und Sauber, erzielten Nick Heidfeld und Jacques Villeneuve vor drei Wochen in Melbourne die erste doppelte Zielankunft der Weiß-Blauen. Seitdem hatte man zwei Testwochen, um am F1.06 sowie dessen Motor zu feilen.
"Im Vergleich zu den ersten Tests haben wir uns sehr weiterentwickelt", sagte Nick Heidfeld. "Es sind viele neue Aerodynamikteile hinzugekommen, aber auch bei der Motorleistung haben wir zugelegt. Es herrscht auf allen Bereichen ein recht großer Unterschied."
Auf der Motorenseite dürfen die Münchner erst nach Imola nachbessern. Denn Nicks Aggregat muss erst noch seine zweite Renndistanz hinter sich bringen. Bedenken hat Nick deshalb aber nicht. "Mario sagte, dass die besten Teile drin sind, die man finden konnte. Die sollten gut genug sein, damit wir das Wochenende überstehen können."
Ansonsten bewegen zwei Themen das Fahrerlager von Imola: Die Kerbs und die Reifen. "Bei den Tests und den ersten Rennen hatten wir es nie mit so hohen Kerbs zu tun, deshalb interessiert es auch mich, wie es hier für uns läuft", sagte Heidfeld über eines der beiden heißen Themen.
Und wie sieht es mit den Reifentemperaturen aus? Konnte man bei den Tests in Le Castellet und Barcelona Fortschritte erzielen? "Wir haben uns ein bisschen damit beschäftigt. Aber wir haben keine gravierende Verbesserung gefunden", verriet Nick gegenüber motorsport-magazin.com. "Wir arbeiten derzeit mit Michelin daran. Die Temperaturen sind hier etwas wärmer als in Australien, das sollte uns helfen."
In den letzten Jahren wurde das Autodromo Enzo e Dino Ferrari gerne als Bridgestone-Strecke bezeichnet. Obwohl Nick dem zustimmt, sieht er die Vorzeichen in diesem Jahr anders. "Im letzten Jahr hat es mich extrem überrascht, wie schnell Ferrari hier war", erinnerte er. "Michael ist am Ende fast zwei Sekunden schneller gefahren als alle anderen. Da haben alle schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gesagt: Der Rest der Saison wird jetzt langweilig, Ferrari wird alle dominieren."
Wie wir alle wissen, trat dieses Szenario aber ganz und gar nicht ein. Dennoch gestand Nick angesichts dieser Fakten ein: "Imola schien in der Vergangenheit eine Bridgestone-Strecke zu sein. Erklären kann ich das nicht. Ich glaube aber, dass es in diesem Jahr anders ist." Bridgestone sei bei seiner Reifenentwicklung in diesem Jahr deutlich mehr in Richtung Michelin gegangen. "Das sieht man daran, dass auch sie Probleme hatten die Reifen auf Temperatur zu bringen. Früher war Michelin im Heißen gut und Bridgestone nicht. Jetzt heißt es aber auch bei den Japanern: Wir brauchen Temperatur."

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