Am Sonntag wird in der MotoGP-Serie der Saisonauftakt begangen. Yamaha-Pilot Valentino Rossi qualifizierte sich in Jerez nur für den neunten Startplatz - doch wer den "Doktor" kennt, weiß, dass das noch gar nichts zu bedeuten hat. Der regierende Weltmeister hat die Zweiradszene beherrscht wie Michael Schumacher die Formel 1 - und bei seinen anfangs noch geheimen Ferrari-Tests hat Rossi eindrucksvoll demonstriert, dass er den Sprung vom Motorrad in die Formel 1 schaffen kann, so wie das bereits einem John Surtees gelungen ist.

"Er möchte es, wir wollen es - ich denke, es könnte ein großer Erfolg werden", sagte Ferrari-Technikdirektor Ross Brawn gegenüber den britischen Kollegen von Autosport knapp und klar. Sein Yamaha-Vertrag läuft am Ende des Jahres aus - Valentino Rossi könnte schon im kommenden Jahr Formel 1 fahren, und Ferrari hätte endlich wieder einen italienischen GP-Piloten. Doch der 27jährige überlegt noch, ob er die geliebten Zweiräder wirklich verlassen soll.

Gegenüber der TV-Anstalt BBC erklärte Rossi nun: "Sowohl Yamaha als auch Ferrari zuliebe muss ich mich sehr bald entscheiden - ich denke, ich muss innerhalb der nächsten zwei, drei Monate einen Entschluss fassen." Rossi weiß: "In die Formel 1 zu wechseln, wäre hart für mein Privatleben..."