Ein Sieg beim Grand Prix von Malaysia und verdiente 10 Punkte haben Giancarlo Fisichella nicht nur wieder persönlichen Auftrieb gegeben, geht es so weiter könnte der Römer ein ernstes Wörtchen um die WM-Krone mitreden. Teamchef Flavio Briatore räumte nun auch mit sämtlichen Gerüchten und Spekulationen auf, dass Alonso im Team möglicherweise bevorzugt würde.
Briatore, der seinem Landsmann bereits letztes Jahr immer den Rücken gestärkt hatte, wenn dieser wieder einmal vom Pech verfolgt schien und keine Chance gegen seinen jungen Teamkollegen hatte, sagte nun in der Gazzetta dello Sport, dass er Fisico den Titel durchaus zutraue. Er sei soweit, um den Titel zu kämpfen. "Fisichella war ab dem Qualifying phantastisch und hat dann das Rennen perfekt kontrolliert. In seinem zweiten Jahr bei Renault hat er mehr Vertrauen zu uns gewonnen und wir in ihn. Der Junge fängt an, wirklich gut zu fahren. Vielleicht gebe ich ihm ja einen Führerschein", witzelte Briatore.
Er würde sich für seinen Schützling jedenfalls sehr freuen, sollte der es schaffen, am Ende der Saison, ganz oben zu stehen. "Mir gefällt die Idee sehr gut, dass Giancarlo die Meisterschaft gewinnt, er hat es verdient. In meinen Augen ist er Fernando absolut ebenbürtig."
Das Lob des Teamchefs gilt aber nicht nur seinen Fahrern, der erste Renault-Doppelsieg nach 24 Jahren wurde nur durch die Leistung des gesamten Teams möglich. "Man hatte und schon viel zu früh abgeschrieben," grinste er. "Es hat schon gereicht, dass wir Giancarlos Motor nach Bahrain wechseln mussten und Fernando etwas weiter hinten in der Startaufstellung stand um uns am Ende zu sehen. Worte mögen ja für andere wichtig sein, für uns zählen nur Fakten."
Die Vorstellung, die seine Piloten dann im Rennen gegeben haben, spreche für sich, meint Briatore. "McLaren und Ferrari waren im Vergleich zu uns nirgends. Wir haben alle Punkte geholt, die wir holen konnten. Wir können mit jedem der beiden Fahrer gewinnen. Wir haben bewiesen, dass Renault sich auf zwei tolle Fahrer verlassen kann und, dass wir auf Fernando nicht angewiesen sind."

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