Audis Formel 1-Saison verlief bislang wie eine Achterbahnfahrt. Nach WM-Punkten beim Saisonauftakt wurde der R26 wiederholt von technischen Problemen eingebremst: Die eigene Power Unit kämpfte mit massiven Startproblemen, einem zu großen Turbolader und einem ruppigen Ansprechverhalten. Erst nach Chassis-Updates und der Umrüstung auf einen kleineren Turbo verbesserte sich die Fahrbarkeit spürbar.

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Ab Silverstone belohnte sich Audi mit drei Top-10-Ergebnissen in Serie. Zu den verbleibenden Schwachstellen zählt jedoch das Leistungsdefizit der Antriebseinheit - eine große Motoren-Ausbaustufe ist erst für 2027 geplant. Um die Weiterentwicklung der Power Unit voranzutreiben, stellt Audi die Führungsebene der Audi Formula Racing GmbH am Standort Neuburg neu auf. Zum 1. November 2026 übernimmt Thomas Fuhr die Position des neuen Geschäftsführers.

Thomas Fuhr, Managing Director Mercedes Benz High Performance Engines, am Grid
Thomas Fuhr war drei Jahre lang Teil des Mercedes F1-Teams, Foto: imago sportfotodienst

F1-Erfahrung aus den Mercedes-Erfolgsjahren

Mit Fuhr gewinnt Audi eine erfahrene Führungskraft für das Motorenprojekt: Der Ingenieur bringt über 30 Jahre internationale Erfahrung mit. Von 2009 bis 2012 war er als Director bei Mercedes AMG High Performance Powertrains für die Fertigung und den operativen Betrieb bei der Produktion der Motoren verantwortlich. Zuletzt war er in leitenden Managementpositionen in der Industrie tätig, unter anderem bei GROHE, LIXIL und Georg Fischer.

"Die Möglichkeit, die Zukunft von Audi im Motorsport mitzugestalten, ist eine spannende Gelegenheit. Das Team in Neuburg hat eine völlig neue Power Unit entwickelt und auf die Strecke gebracht. Ich möchte auf dieser Arbeit aufbauen, indem ich das Fachwissen aus der gesamten Organisation bündele und die Voraussetzungen dafür schaffe, dass wir auf höchstem Niveau mithalten können", erklärte Fuhr in der offiziellen Pressemitteilung.

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Die Verpflichtung Fuhrs schafft klare Verantwortlichkeiten in der Führung von Audi Formula Racing: Stefan Dreyer (Chief Technology Officer) kann sich ab sofort voll und ganz auf die technische Leitung der Power-Unit-Entwicklung konzentrieren. Christian Foyer bleibt als Chief Operating Officer (COO) für den operativen Betrieb am Standort Neuburg zuständig. "Wir haben in Neuburg ein solides Fundament geschaffen und die erste Audi Power-Unit von Grund auf entwickelt. Ich bin zuversichtlich, dass Thomas eine Schlüsselrolle dabei spielen wird, das Team und die Organisation weiterzuentwickeln, damit wir zum besten F1-Hersteller werden", betont Audi-Teamchef Mattia Binotto.

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