3. Training, 3. Ferrari-Bestzeit: Bei der Qualifying-Generalprobe zum US GP in Austin war es aber Lewis Hamilton, der sich an die Spitze des Formel-1-Feldes setzte. Dabei war Teamkollege Charles Leclerc erneut schneller, seine beste Runde wurde aber wegen eines Tracklimit-Vergehens gestrichen.

Wie schon am Trainingsfreitag hatten die Piloten große Schwierigkeiten damit, innerhalb der weißen Linien des 5,513 Kilometer langen Circuit of the Americas zu bleiben. Unzählige Rundenzeiten mussten deshalb gestrichen werden, obwohl über Nacht die Strecke durch Verbreiterung der weißen Linien in den Kurven 12, 15 und 20 künstlich verbreitert wurde.

Das Ergebnis: Mit 1:34,893 Minuten fuhr Hamilton die schnellste legale Runde auf den Soft-Reifen. Leclercs gestrichene Rundenzeit war knapp eine Zehntelsekunde schneller. So reichte es für den Freitags-Dominator nur für Platz drei. Im Ferrari-Sandwich sortierte sich Max Verstappen ein. Dem Red-Bull-Piloten fehlten knapp zwei Zehntel auf die Hamilton-Bestzeit.

Dahinter landete das Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell. Auch Antonellis schnellste Zeit, die minimal schneller als Verstappens Runde war, wurde gestrichen. Sechster wurde Oscar Piastri im McLaren der nur geringfügig schneller war als Nico Hülkenberg, der den Audi sensationell auf Platz sieben und damit noch vor Weltmeister Lando Norris stellte. Pierre Gasly und Isack Hadjar komplettierten die Top-10.

Die Zwischenfälle: Neben den zahllosen Tracklimits-Vergehen sorgte Gabriel Bortoleto für Ärger. Der Audi-Pilot stand Lewis Hamilton auf einer schnellen Runde im Weg. Bortoleto blieb auf der Ideallinie, als Hamilton am Ende der Gegengeraden in die Bremszone kam. Nur knapp konnte der Rekordsieger der Formel 1 eine Kollision verhindern. Die Stewards schauen sich den Zwischenfall nach dem Training an.

Warum die Tracklimits in Austin ein so großes Problem darstellen, erklärt euch Christian im Video:

Über 200 Runden gestrichen! Austin-Sieger erst Stunden nach dem Rennen? (10:03 Min.)

Für Aufsehen sorgte am Ende Isack Hadjar. Der Red-Bull-Pilot verlor in der Highspeed-Passage in Sektor 1 die Kontrolle und musste mit hoher Geschwindigkeit durch die asphaltierte Auslaufzone fahren. „Schaut meinen Unterboden an“, funkte er, nachdem er dort stark aufgesessen war.

Kurz darauf stand der Franzose noch einmal im Fokus. Er fühlte bei der Anfahrt auf Kurve 1 von Alexander Albon behindert. Anschließend holte er zum Revanchefoul aus und drückte den Williams-Piloten von der Strecke. Die Szene wird von den Stewards untersucht.

Das Wetter: Wie schon am Trainingstag durften sich Fahrer und Fans über fabelhaftes Wetter freuen. Unter dem leicht bewölktem texanischen Himmel stieg das Quecksilber auf 28 Grad Celsius, auf dem Asphalt wurden 40 Grad gemessen. Für das Qualifying der Formel 1 heute um 16:00 Uhr (23:00 Uhr MESZ) werden ähnlich Bedingungen erwartet, beim Rennen morgen soll die Wolkendecke dichter sein.