Bisher waren nur Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf dem 5,4 Kilometer langen Madring unterwegs, der neuen Formel-1-Strecke in der spanischen Hauptstadt. 2026 feiert sie erstmals ihr Debüt. Ferrari nutzte einen eigenen Filmtag geschickt, um am 9.7. die ersten Kilometer auf dem neuen Formel-1-Stadtkurs abzuspulen. "Man muss volles Engagement zeigen, und das genieße ich auf Stadtkursen immer", war das erste Fazit von Leclerc. Auch die Formel 3 veranstaltete einen Testtag auf der neuen Strecke – mit einigen Vorfällen:

Charles Leclerc freut sich auf La Monumental: Wird die F1-Kurve ikonisch?

Berühmt-berüchtigt soll eine spezielle Steilkurve werden, um genau zu sein Kurve 12 auf dem Madring: die "La Monumental". Inspiriert ist der Name von einer Stierkampfarena. Sie soll eine Steigung von 13,5 Grad haben und damit ähnlich steil sein wie die letzte Kurve in Zandvoort, die Arie Luyendyk. Die ist mit 18 Grad noch etwas steiler.

550 Meter lang und damit rund sechs Sekunden sollen die Piloten durch die Kurve gepresst werden. Der Unterschied liegt in der Anfahrt. Die dürfte in Spanien deutlich schneller sein als in Zandvoort.

"Das ist eine ganz, ganz besondere Kurve. Es ist eine Kurve, bei der ich das Gefühl habe, dass wir im Qualifying – ich will es mal ganz offen sagen – sehr mutig sein müssen, weil wir dort an die Grenzen gehen werden", so Leclerc. "Ich glaube, sie kann zu einer der kultigsten Kurven der Saison werden."

Mit der letzten Kurve in Zandvoort will Leclerc die La Monumental aber gar nicht vergleichen. Denn: "Die letzte Kurve in Zandvoort fährt man eigentlich mit Vollgas." Das scheint in Madrid kaum möglich. "Es sieht zumindest derzeit nicht so aus, als könnte man dort Vollgas fahren. Bei den Tests war ich sehr, sehr weit davon entfernt."

Eher erinnert Leclerc die Kurve an Kurve drei in Zandvoort. "Die ist auch wirklich cool. Sie ist allerdings langsamer. Ich kann mir nur vorstellen, wie es in Madrid am Rennwochenende sein wird."

Renderings von MADRING-Kurs in Spanien
So soll die La Monumental aussehen, wenn sie fertig ist, Foto: Madring Computersujet
 

Aktuell befindet sich die Kurve zwar noch im Aufbau, doch einmal fertiggestellt soll eine Tribüne mit Fans entlang der Steilkurve gebaut werden. Dann sollen rund 45.000 Plätze direkt an der Kurve verfügbar sein. "Ich denke, das wird das Erlebnis dieser Kurve noch verstärken."

Wieder ein F1-Stadtkurs: Die nächste Leclerc-Spezial-Strecke?

Für Charles Leclerc könnte der Madring ein Highlight werden – auch fahrerisch. Ob Monaco oder Aserbaidschan: Stadtkurse scheinen dem Ferrari-Piloten zu liegen. "Ich mag Stadtkurse generell, daher habe ich kaum Zweifel daran, dass mir Madrid gefallen wird. Ob sie genau zu mir passt oder nicht, das weiß ich nicht so genau", so Leclerc. Eines weiß er aber schon jetzt sicher: "Man wird dort wirklich bis an die Grenzen gehen müssen."

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