In der vergangenen Woche hat Reifenhersteller Bridgestone bekannt gegeben, dass die vier Kundenteams Ferrari, Toyota, Williams-Cosworth und MF1-Toyota einen Pakt abgeschlossen haben, künftig reifenspezifische Daten offen zu legen respektive zu teilen. Das jüngst hinzu gekommene Super Aguri-Team wird wohl auch an diesem Übereinkommen teilnehmen. Der Hintergrund dieses Agreements: Bridgestone hat sich mit der exklusiven Betreuung von Ferrari in eine Sackgasse manövriert - im letzten Jahr waren neben der Scuderia nur noch die Nachzüglerteams Jordan und Minardi im selben Reifenboot. Den Roten, und zwar sowohl jenen von Ferrari als auch jenen von Bridgestone, fehlten Referenzdaten.

Toyota-Technikchef Mike Gascoyne erklärte gegenüber Autosport: "Ich hoffe, dass diese Vereinbarung bei allen gemeinsamen Tests eingehalten wird, denn sie ist hilfreich für die schnellen Leute. Okay, du machst etwas und teilst diese Information - und sicher profitieren dann manch andere davon - doch so lange davon Bridgestone profitiert, erhalten wir alle einen besseren Reifen."

Gascoyne fügte hinzu: "Ich denke, durch dieses Abkommen erkennt man leichter, wo man in Relation zu den anderen steht. Vor allem aber erhält man ein deutlicheres Bild von den Reifen, die man gerade testet. Wir müssen unser Feedback klarerweise unabhängig von den anderen Teams an Bridgestone abliefern - dies aber bedeutet, dass dort ein Pool an Informationen entsteht." Dieser würde Bridgestone beim Produzieren besserer Reifen helfen. "Sowohl Ferrari als auch Bridgestone haben realisiert, dass sie diese Informationen brauchen und dass es notwendig ist, diese auch zu teilen", beschwor Gascoyne den Reifenpakt.