Paul Russell, Testingenieur Sauber:
Wir hatten eine gute Session am Morgen und konnten eine ausreichend schnelle Rundenzeit erzielen. Der Wagen war von Beginn an schnell und so konnten wir das Programm durchziehen. Am Nachmittag absolvierten wir Reifentests für Michelin und wir konnten unsere Reifenwahl für die kommenden Rennen in Hockenheim und Budapest abschließen. Wir absolvierten auch einige Longruns sowie Aerodynamik-Tests. Für uns war das der letzte High-Downforce-Test in dieser Saison.

Ralf Schumacher, Toyota:
Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf Reifentests für den kommenden Deutschland-GP. Ich wollte verschiedene Set Up-Optionen ausprobieren, denn wegen meines Unfalls in Indianapolis konnte ich seit rund einem Monat nicht mehr testen. Deshalb habe ich die letzte Möglichkeit vor der Sommerpause voll genützt und alle drei Tage getestet. Es war ein wirklich guter Test.

Ricardo Zonta, Toyota:
Am ersten Tag erledigte ich Aerodynamik-Tests und arbeitete am zweiten Tag an den Bremsen. Wir testeten einige verschiedene Bremsbelüftungskanäle. Ich absolvierte zudem ein Reifenprogramm für den Deutschland-GP.

Olivier Panis, Toyota:
Die Tests mit dem neuen RVX06 V8-Motor waren eine gute Abwechslung zu den Reifentests. Meine erster Eindruck war, wenig überraschend, dass der V8 etwas langsamer ist als der V10. Man merkt, dass die Beschleunigung nicht so hoch ist und dass die G-Kräfte in den schnellen Kurven weniger stark sind. Aber man muss bedenken, dass die Maschine um rund 200 PS weniger hat, aber das wird für alle Teams gelten. Der V8 lässt einen alten Mann wie mich mit dem Gedanken spielen, nochmals eine Karriere als Formel 1-Pilot zu beginnen.

Gerd Pfeiffer, Test-Chefingenieur Toyota:
Es war sehr interessant, dass alle drei Fahrer verschiedene Test-Agenden zu bearbeiten hatten. Ralf erledigte ein Reifenprogramm und arbeitete mit seinem persönlichen Renningenieur an verschiedenen Set Up-Versionen. Ricardo's Aufgabe war der Vergleich von verschiedenen Bremskühlungen und Olivier arbeitete am neuen V8-Programm. Am Mittwoch waren wir zum ersten Mal mit dem V8 auf der Strecke, weshalb wir nicht so viele Runden drehten. Aber es war ein guter erster Test. Am Donnerstag gab es ein paar technische Probleme an dem Motor und an der Hydraulik - aber nichts, was man bei einem Motoren-Shakedown nicht erwarten würde. Am Freitag konnten wir am Vormittag wirklich viele Runden abspulen und Olivier war sehr beeindruckt von der Gesamtperformance des V8-Aggregats.

Juan Pablo Montoya, McLaren:
Obwohl mein erster Tag unterbrochen wurde und ich nicht so viel auf der Strecke sein konnte, wie ich das erwartet hatte, hatten wir gestern einen produktiven Tag, an dem ich die schnellste Zeit der Woche fahren konnte. Die verrichtete Arbeit sollte uns in Hockenheim und Ungarn ein konkurrenzfähiges Paket garantieren..

Alex Wurz, McLaren:
Ich habe in den drei Tagen viele Kilometer zurücklegen können und habe mich hauptsächlich auf das Einschätzen der Prime- und der Option-Variante der Reifen für den Deutschland-GP konzentriert. Das heiße Wetter sollte gut zu den Konditionen in Deutschland und Ungarn passen, da es dort traditionell ebenso heiß ist.

Pedro de la Rosa, McLaren:
Trotz der Unterbrechung heute Nachmittag war es ein produktiver Tag. Am Vormittag konzentrierte ich mich auf Set Up-Arbeiten, am Nachmittag wechselte ich hin zum Michelin-Reifenprogramm. Ich konnte einige Longruns absolvieren und jetzt werden wir uns hinsetzen und gemeinsam mit den Ingenieuren all die Informationen verifizieren, um die Reifen für den kommenden GP auszuwählen.

Sam Michael, Technischer Direktor WilliamsF1:
Heute haben wir die Tests mit dem FW27A(V10-Motor) fortgesetzt, welchen Nick Heidfeld an allen Tagen fuhr. Antonio Pizzonia beendete das FW27B(V8-Motor)-Programm gestern zeitig. Nick arbeitete den ganzen Tag an mechanischen und aerodynamischen Set Ups, was auch einige Feder- und Dämpfer-Settings beinhaltete. Der Test mit dem FW27A war sehr produktiv und es wurden dabei viele verschiedene Sachfragen bestätigt. Wir haben einige Fortschritte machen können, was sich auch bei den Rundenzeiten bestätigte. Das Testteam hat einen großartigen Job erledigt, trotz der extremen Temperaturen. Wir freuen uns auf Hockenheim, denn jetzt haben wir einige neue Aerodynamik-Komponenten, die den FW27 verbessern werden.

Mario Theissen, BMW-Motorsportdirektor:
Der Fokus des Teams lag bei der Verbesserung des FW27, was BMW unterstützte. Für uns aber war der Rollout mit dem nächstjährigen V8-Motor das Hauptanliegen. Am ersten Tag drehten wir einige Installationsrunden, während wir am zweiten Tag Systemchecks vornahmen, die sich auf die thermische Performance des Motors bezogen haben. Zudem analysierten wir die Vibrationen des Motors und ihre Folgewirkungen auf das Chassis..

Jenson Button, B·A·R:
Wir haben an den zwei Tagen die meiste Zeit die Evaluierung des Aero-Set Ups vorgenommen. Wegen der hohen Temperaturen und der roten Flaggen brauchte es länger, als wir erwartet haben, aber alles in allem war der Test positiv.

Takuma Sato, B·A·R:
Es waren einige sehr gute Tage in Jerez und wir konnten viele Kilometer abspulen. Ich konzentrierte mich auf Arbeiten an dem Motor und auf ein Reifenprogramm. Wir konnten die Reifenwahl für Hockenheim und Budapest an einem Tag erledigen - das war also ein umfangreicher Test und die Daten waren positiv. Die Temperaturen waren sehr hoch, das war für uns Piloten eine gute körperliche Vorbereitung auf die kommenden drei Rennen. Wir hatten ein paar kleinere Probleme, aber die waren nicht von großer Bedeutung und alles in allem hat das Team einen wirklich guten Job erledigt.

Anthony Davidson, B·A·R:
Wir konnten unsere Aerodynamik-Evaluierung mit einigen vernünftigen Ergebnissen abschließen. Danach widmeten wir uns der Weiterentwicklung der Aufhängungen. Ich habe auch in punkto Traktionskontrolle Vergleichsarbeiten durchgeführt. Wir haben den ganzen Tag Standardreifen verwendet, da Takuma die Reifenvergleiche durchgeführt hat. Alles in allem ein positiver Test vor der Testpause.

Enrique Bernoldi, B·A·R:
Das war heute ein guter Test für das Team. Ich konzentrierte mich darauf, Chassis Nummer 069-08 mit dem installierten 2006er Systempaket zu fahren. Wir fuhren auf alten Reifen, weshalb die Zeiten nicht wirklich repräsentativ gewesen sind. Aber es war gut, dass wir all die Daten für das Team einsammeln konnten.

Chanoch Nissany, Minardi:
Der Tag war wegen der hohen Temperaturen und der starken Luftfeuchtigkeit eine Herausforderung für mich. Wir absolvierten dennoch zwei Longruns und ich freue mich, dass ich den neuesten Minardi-Cosworth PS05 fahren konnte. Meine ersten Eindrücke sagten mir, dass die Balance des Chassis gut ist, der Wagen verhielt sich komfortabel beim Überfahren der Kerbs. Ich bin glücklich mit meinem heute geleisteten Job.

Massimo Rivola, Sportdirektor und Teammanager Minardi:
Das Team war sehr zufrieden mit dem heutigen Test in Vallelunga. Wenn man bedenkt, dass es sich um eine sehr technische Strecke handelt und dass Chanoch hier noch nicht mit einem F1-Auto gefahren ist, war seine Performance gut - vor allem, wenn man bedenkt, dass er mit viel Sprit gefahren ist, weil wir Rennsimulationen gefahren sind. Wir sind auch extrem beeindruckt von seiner körperlichen Verfassung, da er locker mit den hohen Temperaturen über 40 Grad Celsius klarkam. Er gab uns ein nützliches Feedback, welches von unseren Ingenieuren in die Vorbereitung für die kommenden Rennen mit einbezogen wird.

Robert Doornbos, Jordan:
Ich bin glücklich mit der Arbeit, die wir gestern und heute geleistet haben. Ich konnte viele Kilometer abspulen und wir konnten erfolgreich einige neue Teile und Ideen ausprobieren. Mir hat die Strecke Freude bereitet, da sie so viele verschiedene Variationen offenbart. Ich hoffe, dass das Team, Toyota und Bridgestone die gestern und heute gewonnenen Informationen in weitere Verbesserungen bei den kommenden Rennen verwandeln kann.