Formel 1

Andere Teams machen größere Fortschritte - Perez: Force India braucht Pech der Konkurrenz

Force India ist vor dem Grand Prix von Monaco immer noch nicht dort, wo das Team eigentlich stehen will. Sergio Perez sieht Defizite gegenüber der Konkurrenz.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sergio Perez kommt mit guten Erinnerungen nach Monaco: Letztes Jahr war er mit seinem Force India hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull noch die vierte Kraft. In dieser Saison ist sein Team jedoch weit davon entfernt und auch die B-Version des VJM09 brachte in Barcelona noch nicht den gewünschten Erfolg. Trotz des schleppenden Fortschritts sieht der Mexikaner für den Grand Prix von Monaco Chancen auf Besserung.

Wenn andere Fahrer in Barcelona keine Probleme gehabt hätten, wären wir mit unserer Pace nicht in die Punkte gekommen.
Sergio Perez

"Wenn andere Fahrer in Barcelona keine Probleme gehabt hätten, wären wir mit unserer Pace nicht in die Punkte gekommen", so Perez nach dem siebten Platzes beim letzten Rennen. "Wir haben von der Spezifikation zwar auch schon viel gelernt, aber in Sachen Rennpace, verglichen mit Williams und Toro Rosso, sind wir immer noch relativ weit weg", sagte der 26-jährige weiter.

Letztendlich sieht er die B-Version des 2016er Force-India-Boliden dennoch als Fortschritt gegenüber dem vergangenen Jahr, auch wenn das auf dem Papier nicht gleich ersichtlich ist. "Ich denke, wir haben einen guten Fortschritt gemacht. Aber im Vergleich zum letzten Jahr, ist die Leistungsdichte in dieser Saison zum gleichen Zeitpunkt höher. Die Konkurrenz hat sehr große Fortschritte gemacht", fügte Perez an.

Eigenarten und Setup-Kompromisse

Hauptursache für die Performance-Schwankungen im Rennen ist nach wie vor der hohe Reifenverschleiß, der in Barcelona anscheinend durch eine besondere Eigenart des Boliden verursacht wurde. "Uns fehlt das Gefühl für das Auto und der Wind hat einen großen Einfluss auf die Balance. Wenn sich der Wind dreht, verlieren wir sofort jede Menge Anpressdruck", so Perez.

Wenn sich der Wind dreht, verlieren wir sofort jede Menge Anpressdruck.
Sergio Perez

Obwohl die letztjährige und die aktuelle Version des Autos sich äußerlich nicht eklatant unterscheiden, sind die Eigenarten unter der Oberfläche groß. "Die Autos sehen sich vielleicht ähnlich, aber die Art und Weise wie das Auto funktioniert, ist anders. Ein Unterschied ist zum Beispiel die Bodenfreiheit. Das aktuelle Auto liegt etwas höher und solche Dinge machen es zu einem anderen Auto. Vom Setup her müssen wir uns sehr anpassen", sagte der Force-India-Pilot.

Letztes Jahr fuhr Perez in Monaco aus eigener Kraft auf den siebten Platz - Foto: Sutton

Boxenstopp-Strategie in Monaco das A und O

Aufgrund der unterschiedlichen Charakteristiken der Strecken in Barcelona und Monaco, sieht Perez die Karten für den sechsten Saisonlauf im Fürstentum allerdings neu gemischt. "Ich habe wirklich große Hoffnungen, dass wir konkurrenzfähig sein können. Letztes Jahr hatten wir in Monaco ein großartiges Wochenende. Wir möchten deshalb auf jeden Fall eine gute Qualifikation haben und ins Q3 kommen", so der Mexikaner gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Eine Hoffnung ruht dabei auf dem erstmaligen Einsatz von Pirellis weichster Reifenmischung, dem Ultrasoft. "Es wird interessant, zu sehen, wie sich die Ultra- und der Supersofts hier auf Temperatur bringen lassen und ob es uns in einer Weise hilft", so Perez.

Je weniger Boxenstopps du machst, desto besser ist es.
Sergio Perez

Im Rennen wird der Ultrasoft aber wohl nicht zum Einsatz kommen. "Wir haben drei Sätze Soft dabei und müssen sehen, wie sie sich verhalten. Danach werden wir schauen, welche Strategie für das Rennen gewählt wird", sagte Perez weiter. Ohnehin ist er sich der Tatsache bewusst, dass die Boxenstopp-Strategie in Monaco eine entscheidende Rolle spielen wird. "Natürlich werden viele versuchen, sich ihre Positionen im Rennen so zu sichern. Je weniger Boxenstopps du machst, desto besser ist es", fügte er an.


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