Formel 1

Vorbild für andere Teams - Haas/Ferrari-Partnerschaft beeindruckt Toto Wolff

Die Entwicklungen laufen bereits auf Hochtouren. Haas wird sehr wahrscheinlich das elfte F1-Team 2016. Die Partnerschaft mit Ferrari beeindruckt Toto Wolff.
von Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Abschied von Caterham wird nächstes Jahr mit Haas voraussichtlich ein elftes Team in der Meisterschaft antreten. Die enge Zusammenarbeit mit Ferrari sorgte für Skepsis bei den anderen Rennställen. Monocoque, Überlebenszelle, Überrollbügel, Karosserie, Flügel, Unterboden und Diffusor müssen allerdings nachgewiesenermaßen von Haas selbst kommen. Alle anderen Komponenten wird Ferrari beisteuern.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist begeistert von dieser Herangehensweise. "Ich denke, es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber das Haas-Modell ist eine sehr intelligente Art und Weise, in die Formel 1 zu kommen", sagte der Österreicher.

Das Haas-Modell ist eine sehr intelligente Art und Weise, in die Formel 1 zu kommen.
Toto Wolff

Die Konkurrenz witterte indes unlauteren Wettbewerb. Da die Scuderia das neue Partner-Team auch den Windkanal in Maranello nutzen lässt, wurden Stimmen laut, die behaupteten, Ferrari und Haas würden ein gemeinsames Windkanal-Programm initiieren, um den SF15-T weiterzuentwickeln. Doch die FIA entkräftete die Vorwürfe nach einer Prüfung.

Toto Wolff hat Vertrauen in das Urteil der FIA: "Es wurde alles von der FIA geprüft. Marcin [Budkowski] war dort und kontrollierte alles. Daher haben wir keinen Zweifel daran, dass alles anständig abläuft." Dieses Modell zeige, dass es für Teams weit mehr Möglichkeiten gibt, in die Formel 1 zu kommen, als bislang angenommen.

Sauber weniger begeistert

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn ist von dem Haas-Modell weniger begeistert: "Ich glaube nicht, dass es für die Formel 1 gut ist, denn es geht klar in die Richtung von Kundenautos. Dann hat man all die Probleme, wie man das Team finanzieren soll." Man können sich zwar mit einem großen Team arrangieren und einen ihrer Fahrer ins Cockpit setzen. "Aber das ist nicht der richtige Weg", so Kaltenborn. "Man sollte in der Formel 1 auch auf eigenen Beinen stehen können und es aus eigener Kraft dorthin schaffen."

Die Österreicherin setzt auf Autonomie: "Sie sollen kommen, aber mit den richtigen Erwartungen. Auf keinen Fall sollten neue Teams in die F1 kommen, weil sie einem anderen Team in den Kram passen oder es davon profitiert."


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