Der Japaner Takuma Sato darf zweifelsohne als eine der positiven Überraschungen des vergangenen F1-Jahres bezeichnet werden. Durch seinen aggressiven Fahrstil und seinen Willen immer und überall zu überholen pflegte er zur Saisonmitte allerdings auch ein etwas waghalsiges Image, welches Ross Brawn in der Freitagspressekonferenz in Indianapolis dazu veranlasste seinen Piloten zu raten im Rennen ja "keinen Sato abzuziehen".

Neu Red Bull Pilot David Coulthard hat sich unterdessen für das neue Jahr fest vorgenommen "einen auf Jenson Button zu machen" und trotz der Ankündigungen vieler Kritiker, dass seine Karriere vorbei wäre, im kommenden Jahr mit den roten Bullen zurückzuschlagen.

"Vor zwei Jahren wurde Jenson gesagt, dass er am Ende wäre", erklärte der Schotte im Mirror. "Aber er ging zu B·A·R und lieferte sofort gute Leistungen ab.

Nachdem das Team also, im Gegensatz zu seinen letzten Rennen bei Renault, hinter ihm stand, konnte er gute Ergebnisse einfahren. Coulthard gibt sich überzeugt: "Ich kann das auch."

Nach den Darbietungen des Lowlanders in dieser Saison herrscht diese Meinung allerdings nicht bei allen Experten vor. "Habe ich in diesem Jahr mein Maximum erreicht? Nein, dass habe ich nicht", gibt DC offen zu. "Und warum nicht? Ganz einfach, aufgrund der Situation bei McLaren", gibt David eine Teilschuld seinem Team, welches schon lange vor Saisonbeginn Juan Pablo Montoya als dessen Nachfolger unter Vertrag genommen hatte. "Sie haben in zwei Jahren nur zwei Rennen gewonnen."

Zwei Rennen die beide nicht Coulthard, sondern dessen finnischer Teampartner Kimi Räikkönen gewann. "Natürlich war das letzte Jahr eine schwierige Zeit in meiner Karriere, aber um Leistung bringen zu können, musst Du im richtigen Umfeld sein. Und ich war nicht im gleichen Umfeld wie meine Hauptrivalen."

So waren DC’s Fahrerkollegen in einer "sicheren" Situation was ihre Zukunft angeht, sie wurden "gewollt" und nicht nur geduldet und sie standen auf unterschiedlichen Stufen des Sports. "Natürlich beeinträchtigt einen das. Wenn die psychologische Seite nicht wichtig wäre, dann würde die Unterstützung durch das Team keine Rolle spielen." Unter diesen Umständen glaubt Coulthard in dieser Saison "eine vernünftige Leistung" erbracht zu haben.