Formel 1

Ein Stopp als beste Wahl - Italien GP: Die Strategievorschau

Der Große Preis von Italien ist das kürzeste Rennen des Jahres. Strategisch halten sich die Möglichkeiten eher im überschaubaren Rahmen.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Die Strategie stellte beim Großen Preis von Italien immer ein zentrales Element dar. Im letzten Jahr verbesserte sich Sergio Perez vom zwölften auf den zweiten Platz, da er zunächst einen langen ersten Stint auf den harten Reifen fuhr und danach mit den schnelleren Medium-Reifen einige Autos überholen konnte. In diesem Jahr werden die Teams aufgrund der geringeren Geschwindigkeit von 80 km/h in der Boxengasse noch bestrebter sein, nur einmal zu stoppen.

Die meisten Teams werden nur einmal stoppen - Foto: Sutton

Pirelli bringt auch diesmal seine beiden härtesten Mischungen in den Königlichen Park. Da es sich um einen Kurs mit geringem Downforce handelt, werden die Reifen dazu neigen, beim Beschleunigen aus den langsamen Schikanen heraus zu rutschen, was den Verschleiß steigert. Aufgrund der Reifenwahl sollte es an diesem Wochenende aber keine allzu großen Verschleißerscheinungen geben. Wegen der hohen Geschwindigkeiten von rund 330 km/h müssen die Teams jedoch darauf achten, dass die Innenschultern der Pneus nicht überhitzen, was zu Blasenbildung führen kann.

Im vergangenen Jahr zeigten Simulationen vor dem Rennen, dass ein Stopp um zehn Sekunden schneller als zwei ist. Ein entscheidender Faktor bei einigen Autos war jedoch der enorme Verschleiß am rechten Vorderreifen. Sollte sich herausstellen, dass Piloten wegen Reifenproblemen zwei Mal stoppen müssen, sind jene Fahrer im Vorteil, die bereits von Anfang an auf einer Zwei-Stopp-Strategie unterwegs sind.

Für jene Piloten, die aus den Top-Ten auf den Medium-Reifen starten, wird das Ziel darin bestehen, bis Runde 20 - 24 zu kommen, um dann auf die harten Pneus zu wechseln und das Rennen zu beenden. Für jene Piloten, die außerhalb der Top-Ten starten, wird es hingegen die Möglichkeit geben, ein ähnliches Rennen wie Perez im Vorjahr hinzulegen, sofern sie über ein entsprechend schnelles Auto verfügen.

Das Safety Car ist ein seltener Gast - Foto: Sutton

Für einen Boxenstopp in Monza sind aufgrund des neuen Tempolimits etwa 23 Sekunden einzuplanen. Es handelt sich im Königlichen Park um eine lange Boxengasse, in der viel Zeit verloren wird, da die Autos auf der Strecke mit 200 km/h aus der letzten Kurve kommen und an den Boxen mit etwa 300 km/h vorbeirasen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Bernd Mayländer mit seinem SafetyCar zum Einsatz kommt, ist relativ gering und liegt statisch bei 43 Prozent, wie aus dem UBS Strategy Briefing hervorgeht.


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