In Japan hat es nicht mit Punkte geklappt, dafür hier?
Adrian Sutil: Ich denke schon. Bei einem normalen Rennverlauf wären wir auch in Suzuka in die Punkteränge gefahren. Aus verschiedenen Gründen hat es nicht hundertprozentig geklappt, die Safety-Car-Phase kam für mich leider sehr unpassend, aber es war definitiv etwas drin. Hier erhalten wir eine neue Chance. Wir haben keine Updates, aber auch bei den anderen ist allmählich Schluss damit. Es geht darum, das vorhandene Paket so gut wie möglich auszunutzen und dann so viele Punkte wie möglich einzufahren.
Die Streckencharakteristik ist ähnlich wie in Japan.
Adrian Sutil: Wir fahren hier mit etwas weniger Downforce als in Suzuka. Der letzte Sektor ähnelt Japan etwas, zusätzlich gibt es noch drei extrem lange Geraden - dort muss das Auto schnell sein.
Wird DRS dadurch effizienter als in Japan?
Adrian Sutil: Das denke ich schon. Aber auch in Japan ging es ganz gut. Es hat sehr geholfen. Manchmal konnte man spielerisch überholen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war eines der besten Rennen - obwohl ich keinen Punkt geholt habe. Hier sollten wir sogar ohne DRS überholen können.
Was hast du zwischen den Rennen gemacht?
Adrian Sutil: Ich bin ja ein Japan-Fan und bin in Tokio geblieben. Es waren ein paar schöne, entspannte Tage. Ich würde gerne mal Seoul ansehen, hatte bisher aber keine Zeit. Korea ist für mich ein neues Land, das ist immer ein Abenteuer - allerdings haben viele ein falsches Bild vom Land. In Japan ist es nicht viel anders als hier: in Suzuka oder Fuji gibt's ne Rennstrecke und sonst ist nicht viel mehr los. Aber wenn man nach Tokio geht, ist richtig was geboten.
Merkst du in Korea einen Unterschied im Vergleich zum letzten Jahr?
Adrian Sutil: Nein, noch nicht. Aber das wird noch kommen. Ich habe gesehen, wie es in Indien war, dort wusste am Anfang auch niemand, was Formel 1 ist. Das wird immer besser. Hier wird es auch ein paar Jahre dauern, bis es Fangemeinden gibt. Wenn wir eine gute Show abliefern, kommt das hoffentlich bald von alleine.

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