"Es ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich genieße es, hier zu fahren und es scheint so, wie wenn ich immer gut zurechtkomme, wenn ich dort unterwegs bin - ich hoffe, dass ist dieses Wochenende nicht anders", freute sich Nick Heidfeld vor dem Großen Preis von Ungarn auf das Wochenende. "Auf dem Hungaroring stand ich schon zweimal auf dem Podium, ich habe an diesen Ort also beste Erinnerungen", so der Deutsche, der auf der Strecke in den Hügeln hinter Budapest auch seinen wichtigen Formel-3000-Titel 1999 gewann.

"Normalerweise ist es hier immer ziemlich heiß, aber wir haben bereits kurz einen Blick auf die Wettervorhersage geworfen und tatsächlich besteht die Chance auf Regen!", wunderte sich Heidfeld, der im Vorfeld zum Ungarn-GP auch seinen Freund und verletzten Teamkollegen Robert Kubica nicht vergessen wollte: "Ich weiß, dass hier an dieser Strecke auch immer eine ganze Menge polnischer Fans sind. Für mich wird es daher einen zusätzliche Motivation sein, mit dem Auto zu fahren, das eigentlich Roberts war." Helfen solle beim Angriff auf die vorderen Plätze am Sonntag auch das DRS. "Allgemein ist es ein sehr winkeliger, enger Kurs - aber das macht auch viel Spaß", glaubte der Mönchengladbacher.

Gut in die Sommerpause starten

Mit dem Hungaroring verbindet auch Vitaly Petrov positive Erinnerungen, Foto: Sutton
Mit dem Hungaroring verbindet auch Vitaly Petrov positive Erinnerungen, Foto: Sutton

Ziel am Wochenende sei es, in Ungarn vor der Sommerpause noch einmal ein gutes Resultat einzufahren. "Besonders wichtig ist, dass wir sehen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Hoffentlich haben wir dafür auch ein paar neue Teile zur Verfügung, die uns helfen können, unsere Geschwindigkeit zu verbessern", meinte Heidfeld, der anfügte, auch für den Fall, dass das erhofft gute Ergebnis vor der Auszeit im August ausbleiben sollte, nicht zu geknickt sein zu wollen. "So lange ich sehe, dass wir vorankommen und unsere Pace gut ist, wäre auch das nicht das Ende der Welt", erklärte der 34-Jährige vorab. Trotzdem würde es bezüglich der Erwartungen keine zwei Vorgaben geben. "Wir zielen hoch und das müssen wir auch, denn genau deshalb sind wir ja hier", versprach Heidfeld.

Ähnlich sah es Vitaly Petrov, der nach Platz zehn in Deutschland auf dem Hungaroring gerne wieder in die Punkte wollte. Auch er kam mit guten Erinnerungen aus diversen Nachwuchskategorien und der GP2 nach Budapest. "Ich habe mein erstes Rennen hier gewonnen, es ist also immer schön, hierher zurückzukommen", so Petrov, der sich im Vorjahr mit einem starken Auftritt und fünften Platz in Ungarn, seinen Job bei Renault sicherte. Der 26-Jährige meinte: "Die Atmosphäre ist immer großartig und es kommen viele Leute an die Strecke - auch viele Russen. Ich werde also alles geben, um ihnen und meinem Team ein gutes Resultat zu bescheren."

Die Strecke selbst sei eher technisch. "Man braucht wirklich ein gutes Set-Up, um dort erfolgreich zu sein. Es gibt nur zwei schnelle Kurven und es ist wahrscheinlich einer der langsamsten Kurse - ähnlich wie Monaco, nur ohne Mauern", lachte der Russe, der positiv nach vorne blicken wollte. "Wir haben in den letzten Rennen konstant viele Punkte verloren. An unserem Aerodynamik-Paket gab es ein paar Veränderungen - das und andere Dinge, werden wir uns in der Sommerpause im August also einmal ansehen. Insgesamt bleibe ich aber optimistisch, dass wir das Ruder in der zweiten Saisonhälfte wieder herumreißen können", so Petrov, der anfügte: "Dafür arbeiten wir alle hart."