Die Rundenzeiten waren bei Sauber am Samstag weit in den Hintergrund gerückt. Vielmehr lag der Fokus auf der Sergio Perez, der nach seinem heftigen Unfall beim Qualifying zum Monaco GP ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der F1-Rookie war in Q3 auf der schnellen Passage hinter dem Tunnel in die Absperrung geknallt.
Er wurde im Hospital Princesse Grace in Monaco gründlich untersucht, und die Ärzte informierten das Team, dass er mit einer Gehirnerschütterung und einer Oberschenkelprellung davongekommen ist. Pérez wird mindestens über Nacht im Krankenhaus bleiben und definitiv nicht zum Rennen am Sonntag antreten.
Nachdem sicher war, dass der 21-Jährige weder Brüche, noch innere Verletzungen davon getragen hatte, herrschte Erleichterung im Schweizer Team. "In erster Linie sind wir natürlich alle erleichtert, dass Sergio der Auskunft der Ärzte zufolge okay ist", atmete Technikdirektor James Key auf. "Für ein Team ist es immer ein Schock, einen Unfall dieser Dimension zu sehen. Wir sind unheimlich froh, dass er keine ernsthaften Verletzungen davongetragen hat. Wir untersuchen jetzt, was genau passiert ist."

Einen Hinweis auf einen technischen Defekt gebe es aktuell nicht, versicherte Key. "Aber wir müssen mit Sergio sprechen, um den Unfallhergang weiter abzuklären", meinte der Brite. Auch Teamkollege Kamui Kobayashi war heilfroh, dass Perez glimpflich aus dem Unfall herausgekommen ist. "Sergios Unfall war ein riesen Schreck, und ich bin natürlich froh, dass er nicht schlimm verletzt ist", so der Japaner. Kobayashi hatte den Crash gar nicht unmittelbar mitbekommen, weil er sich zu dieser Zeit bei einer Dopingprobe befand.
Der erfahrenere der beiden Sauber-Piloten war indes mit seinem C30-Boliden nicht zufrieden. "Ich hatte im Qualifying noch immer Probleme mit meinen Auto", gab er an. "Es springt weiterhin zu stark, obwohl wir im 3. Freien Training weitere Abstimmungsänderungen vorgenommen haben." Am Ende reichte es nur für Startplatz 13. Doch Kobayashi wäre nicht Kobayashi, wenn er nicht optimistisch ins sechste Saisonrennen starten würde: "Von meinem Startplatz aus kann ich immer noch Punkte holen, und das habe ich morgen vor."



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