Jenson Button schob sich im Freien Training vor Sebastian Vettel auf Rang vier. Damit hat McLaren in Monaco beide Red Bulls hinter sich gehalten, doch eine exakte Einschätzung fällt Button schwer. "Wir sind gut dabei, aber Ferrari sieht hier stark aus. Mercedes war heute auf einer Runde schnell und Red Bull ist auf jeder Strecke gut unterwegs. Das alles macht eine Einschätzung schwierig, aber den Fans vor den Bildschirmen hat das Training bestimmt gefallen", sagte der Brite.

Nach dem ersten "Schock" habe er sich schnell in Monaco wohl gefühlt. "Wenn man das erste Mal hinausfährt, dann ist das ein echter Schock, denn die Strecke ist so rutschig. Mit der Zeit kommt dann mehr Grip auf die Strecke und dann macht es echt Spaß", verriet Button. Im Freien Training konzentrierte sich der McLaren-Pilot auf die superweichen Reifen und die Abstimmung seines MP4-26.

"Wir haben ein paar Probleme mit KERS gehabt, aber wir haben daran gearbeitet. Die Balance fühlt sich gut an. Generell fühle ich mich im Auto wohler als letztes Jahr, auch wenn wir noch an einigen Bereichen verbessern müssen", erklärte Button. Während KERS McLaren Schwierigkeiten bereitete, gab es mit dem DRS in keiner Session Probleme. "Das System hat heute gut gearbeitet. Ich bin gespannt wie es im Rennen funktioniert und ob es Überholen erleichtert", so Button.

Strategie-Wahl schwierig

Dass sich die FIA gegen den DRS-Einsatz im Tunnel ausgesprochen hat, findet er gut. "Das war die richtige Entscheidung", meinte der Brite. Der Abbau der Reifen sei wie erwartet, bei McLaren geht man keinesfalls von fünf Stopps aus. "Ich bin am Ende einen Longrun auf den superweichen Reifen gefahren und der Abbau war wie bei den härteren Reifen gut", erzählte Button.

Alles in allem sei es aber nicht einfach dieses Jahr die richtige Strategie zu wählen. "Wenn der Reifen abbaut, dann verlieren wir Grip. Das wird langsam immer schlimmer, dann kommt ein Punkt, wo man auf die Schutzgummischicht trifft und dann ist es wie auf Eis. Man hat überhaupt keinen Grip mehr, deswegen fallen die Zeiten um zwei bis vier Sekunden", erklärte der McLaren-Pilot.