Ganz ohne Zwischenfälle verliefen die Trainings für die Sauber-Piloten Sergio Pérez und Kamui Kobayashi. Während man am Vormittag noch neue Aerodynamikteile testete, wurden in zweiten Freien Training die superweichen Pirelli-Reifen probiert. Vom Reifenabbau der superweichen Mischung ist man bei Sauber begeistert.
"Es war ein guter Tag für mich", so Sergio Pérez, der im Vorjahr bereits in der GP2 im Fürstentum siegen konnte. "Wir hatten ein umfangreiches Programm und wir haben sehr viel gearbeitet." Da Perez am Morgen sehr früh unterwegs war, waren seine Reifen sehr schnell hinüber, er konnte am Nachmittag aber einige Runden am Stück drehen. "Mit einem Formel-1-Rennwagen ist das Überholen hier eindeutig noch schwieriger als mit einem GP2-Auto", so der junge Mexikaner, der sich deshalb fürs Qualifying ein gutes Resultat erhofft.
Teamkollege Kamui Kobayashi erlebte einen durchwachsenen Start. "Für mich war es heute nicht ganz einfach", so der Japaner. "Mein Auto sprang zu stark, also hatte ich auch keine vernünftige Balance und nicht genug Grip." Für den freien Freitag erhofft er sich eine Verbesserung am Auto.
Außerdem war Kobayashi am Vormittag einmal mit und einmal ohne DRS unterwegs. "Bezüglich des Heckflügels würde ich sagen, dass es in Monaco keinen großen Unterschied bedeutet", zog der 24-Jährige ein Fazit und ergänzte: "Überholen ist so oder so extrem schwierig hier."
Ein ebenfalls erfolgreiches Fazit zog der Technische Direktor James Key. "Im ersten Training sind wir mit beiden Autos früh auf die Strecke gegangen, weil wir den Piloten Gelegenheit geben wollten, sich auf den Kurs einzuschiessen", so Key. "Aber das bedeutete auch, dass die Reifen ziemlich früh hinüber waren." Von den neuen Aerodynamik- und Aufhängungsteilen war der Brite überzeugt und war der Meinung, dass sie wie gewünscht funktionieren.
Und auch von den beiden Reifenmischungen war James Key begeistert, da sie lange halten und nur sehr langsam abbauen. Das Programm für Freitag war Key auch schon klar: "Jetzt müssen wir unsere Daten analysieren und an unserer Leistungsfähigkeit mit frischen Reifen arbeiten. In diesem Punkt sind wir noch nicht hundertprozentig aufgestellt."

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