Bei einer kleinen Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag, sprach Adrian Sutil über die Strecke in Katalonien. "Man hat hier in Barcelona zwar viele Daten gesammelt und Runden abgespult, aber das Auto hat sich stark verändert, besonders bei uns, daher sollten wir am Freitag trotzdem viele Runden fahren", nannte er seine Strategie für den morgigen Tag und ergänzte: "Dazu war es im Winter sehr kühl und nun ist es recht warm. Die Reifen haben sich vielleicht auch verändert, daher ist es doch ein wenig Neuland, aber vom fahrerischen her kennt jeder die Strecke auswendig."
Auf die Frage, ob die Rennen in dieser Saison durch die neuen Systeme spannender sind, antwortete er: "Ja, es ist im Moment mehr los. In der Türkei gab es so viele Überholmanöver, dass man fast den Überblick verloren hat. Es ist alles sehr extrem." Allerdings geht es dem Force India-Piloten manchmal auch zu einfach. "Dann drückt man den Knopf und ist schon mitten der Gerade vorbei", nannte er die negative Seite des DRS, sprach aber auch die Vorteile an: "Dafür ist es spannend und man kann zurück überholen, also macht alles Spaß. Jetzt werden wir gucken, wie es hier sein wird, da Barcelona immer eine Strecke war, wo man kaum überholen kann."
Neue Upgrades in Spanien
Von den neuen Upgrades am Force India war der 28-jährige durch und durch überzeugt und geht davon aus, dass man in Barcelona einen großen Schritt nach vorne machen kann. Genauere Vorhersagen, wollte er dennoch nicht machen, sprach aber davon, dass eine Top Ten-Platzierung im Qualifying durchaus möglich sei. Aufgrund der vielen Erfahrungen auf dem Circuit de Catalunya geht er zudem davon aus, dass alle Upgrades wie erwünscht funktionieren. Zwar ist Red Bull noch immer ein großer Favorit, aber das Feld rückt bei jedem Rennen dichter zusammen, sodass es demnächst wieder spannender werden sollte.

Über den Vorfall mit Eric Lux in China wollte sich Adrian Sutil vorerst nicht äußern und sagte, dass er sich beim Spanien-GP voll auf das Rennen fokussieren möchte. Sein Manager Manfred Zimmermann hingegen stellte nochmals deutlich klar, dass es keine böse Absicht seine Schützlings war und auch noch keine Anzeige von Lux vorliegen würde. "Solange sich die Dinge nicht ändern, wird auch für Monaco und die Folgerennen klar sein, dass Adrian im Cockpit sitzt", so Zimmermann weiter.
Und auch zu Teamkollege Paul di Resta nahm Sutil Stellung. "Di Resta ist ein sehr guter Teamkollege und es macht mir sehr viel Spaß mit ihm. Er ist einer, der mich fordert und den man nicht unterschätzen darf", sagte der Deutsche, fügte aber auch hinzu:"Ich will nicht sagen, wer schneller ist, denn da spielen viele Faktoren mit rein. Er ist kein normaler Rookie, wie man es gewohnt ist. Er hat nur die Kategorie gewechselt."
DRS in Monaco möglich
Dass das DRS-System trotz Wunsch einiger Fahrer in Monaco dennoch zum Einsatz kommt, beunruhigte den Starnberger nicht. "Es ist natürlich eine Frage der Sicherheit und in Monaco ist in der Regel viel los und es ist sehr eng. Wenn man dann noch viele Knöpfen drücken muss, dann wird es sehr unübersichtlich", nannte er zwar die negativen Seiten des DRS, sprach aber auch mögliche Konsequenzen eines DRS-Verbots an.
So hat Force India nicht die nötigen Reserven, um einen Heckflügel ohne DRS zu entwickeln. Außerdem spiele der Nutzen des Systems in Monaco kaum eine Rolle, da es keine wirkliche Gerade gibt, auf der man den verstellbaren Heckflügel vernünftig einsetzen könnte. Bei einem Test im Simulator habe der Deutsche zudem gemerkt, dass der Einsatz in Monaco zwar schwer, aber dennoch möglich ist.

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