Am Rande des Australien-GP hat sich Motorsport-Magazin.com exklusiv mit Christian Danner unterhalten. Der Formel-1-Experte war vom ersten Rennen der neuen Saison sichtlich angetan. "Ich genieße solche Rennen, die spannend sind und wo es unterschiedlichste Taktiken gibt. Sergio Perez fährt mit einem Stopp, die anderen mit zwei, Mark Webber und Fernando Alonso mit drei - das ist doch herrlich, schöner kann es nicht sein", freute sich Danner.

Das erwartete Reifen-Chaos aufgrund der neuen Pirelli-Reifen war in Melbourne ausgeblieben, stattdessen sicherte sich Sebastian Vettel in überragender Manier den ersten Sieg auf dem Weg in Richtung Titelverteidigung. Red Bull hatte das komplette Wochenende über dominiert und es bestand kaum ein Zweifel am einem Sieg des Weltmeister-Teams.

Red Bull hat noch Luft nach oben

Danner glaubt, dass sich auch in Zukunft erst einmal nichts an der Red-Bull-Herrschaft ändern wird: "Ich glaube nicht, dass der Rest an Red Bull heran kommt. Die sind sehr überlegen, auch ohne KERS. Die sind auch nur Dreiviertel Gas gefahren. Da ist noch viel Luft nach oben bei Red Bull." Vettel habe nach dem Triumph im Albert Park allen Grund zu feiern, denn solch ein starkes Auto wie den RB7 gebe es nur selten.

Teamkollege Webber schaffte es derweil nur auf einen enttäuschenden fünften Platz. Vermutlich hatten Probleme am Fahrwerk dazu beigetragen, dass der Australier die Reifen nicht ordentlich ans Arbeiten bekam. Für Danner stellte diese Situation jedoch eine Ausnahme dar, für das zweite Saisonrennen erwartet er ein anderes Bild an der Spitze: "In Malaysia wird es wieder heiß. Vettel bleibt stark, aber ich glaube auch, dass Webber wieder nach vorne kommt. Der hatte hier ja mit Problemen zu kämpfen."