Der Force India-Pilot Adrian Sutil will am Sonntag in die Top Ten. Doch bis da hin ist es noch ein weiter weg. Gerade, wenn es ein Rennen im Trockenen geben sollte, könnte das schwierig werden. Im Nassen aber läuft es für Sutil, wie er heute auch mit der Bestzeit im ersten freien Training demonstrierte. "Ich mag die Strecke hier - im Trockenen wie im Nassen, darum bin ich entspannt", grinste er am Freitagabend.
Insgesamt sieht er die Saison bisher schon als gut an und so will er auch weiter machen. "Ich habe schon viele Punkte und hole konstante Ergebnisse. Das ist sehr wichtig, denn das war mein Ziel für die Saison und ich hoffe, dass es so weiter geht. Wenn du ein gutes Auto hast, bist du zuversichtlich, und wenn du dann gute Ergebnisse holst, dann wirst du noch zuversichtlicher. Ich bin glücklich mit dem Auto und wenn ich glücklich bin, dann fahre ich auch gut." Das Hauptziel betitelt er aber so: "Na mal sehen, irgendwo in die Nähe oder auf das Podium wäre nicht schlecht."
Gegen Wasser hat Sutil nichts. Im Gegenteil. "Im Regen läuft es halt besonders gut, gerade hier in Hockenheim. Ich kenne die Strecke sehr gut und weiß, wo die Linie ist, was nicht sehr einfach ist, wie wir gesehen haben, viele Fehler von verschiedenen Fahrern. Denn viele Fahrer hatten damit heute ihre Probleme. Ich habe es heute früh gut nutzen können."
"Ich habe kein schlechtes Gefühl, ich glaube, es ist alles in Ordnung und wir sollten ein gutes Qualifying hinlegen können."
Im Rennen in die Top Ten
Am Sonntag will Sutil das Rennen in den Top Ten beenden. "Punkte einfahren und alles andere ist ein Bonus. Natürlich hoffe ich auf das beste Resultat der Saison hier zu Hause in Deutschland", so der 27-jährige.
Sollte es aber nicht regnen, dann geht der Poker erst richtig los. "Besonders im Trockenen muss man abwarten, denn es hat sehr lange gedauert, bis die Strecke dann trocken war. Gerade in der Spitzkehre war es noch nass. Und als ich mit weichen Reifen fahren wollte, hat es wieder angefangen zu tröpfeln. Ich bin dann wieder an die Box und noch mal mit alten weichen Reifen raus. Da konnte ich mich zwar verbessern, aber das war alles noch nicht perfekt. Und klar ist auch: es geht um nichts am Freitag. Die beste Zeit zu fahren ist nicht viel wert. Es ist glaube ich interessanter zu sehen, wie sich die Reifen über die Distanz verhalten."
Trockenreifen bereiten Kopfzerbrechen
Und gerade die Frage, wie lange die weichere Mischung halten wird, bereitet Sutil derzeit Kopfzerbrechen. "Ich glaube im Moment, so 6-7 Runden", gab er zu Protokoll. "Das ist leider zu wenig. Man muss schon 10-15 Runden schaffen. Das muss man alles genau beobachten. Die Strecke wird auch nicht wirklich Grip gewinnen, denn im Moment regnet es wieder und der Gummi, den wir drauf gefahren haben, wird schon wieder weggespült."
Die Bestzeit heute Morgen sei übrigens keine Show gewesen. "Auch wenn ich hier in Deutschland bin, das war keine Runde einfach so für die Zuschauer. Wir hatten Benzin an Bord und das war einfach eine gute Runde", so Sutil, der im morgigen Qualifying gern den fünften oder sechsten Startplatz herausfahren würde.
Am Sonntag hofft er dann auf Regen, denn noch einmal betont er, dass die Reifensituation sehr schwierig ist. "Man konnte sich heute schon etwas auf Regen einspielen und sehen, wie das Auto im Nassen liegt. Und im Trockenen konnte man sehen, dass die weichen Reifen zu weich sind und die harten zu hart. Mehr kann man da jetzt nicht sagen. Der harte Reifen passt immer, der ist super-gut, aber er ist eben auf eine Runde nicht der Schnellste."

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