Die Teamduelle zum Russland GPNach jedem Rennen liefert Motorsport-Magazin.com 2021 wieder den Statistik-Vergleich zwischen allen Teamkollegen. Wer gibt im Qualifying den Ton an, wer ist im Rennen stärker? Alle Teamduelle aufgeschlüsselt.
Für die Berechnung des durchschnittlichen Rückstandes im Qualifying werden alle gemeinsamen Segmente herangezogen.
Foto: LAT Images

Die Teamduelle zum Russland GP
Nach jedem Rennen liefert Motorsport-Magazin.com 2021 wieder den Statistik-Vergleich zwischen allen Teamkollegen. Wer gibt im Qualifying den Ton an, wer ist im Rennen stärker? Alle Teamduelle aufgeschlüsselt.Für die Berechnung des durchschnittlichen Rückstandes im Qualifying werden alle gemeinsamen Segmente herangezogen.

Mercedes: Lewis Hamilton schien am Freitag noch der langsamere Fahrer zu sein, aber im Regen am Samstag schloss er die Lücke, und hatte bis zu einem Strategie-Fehltritt und einem Unfall in der Boxengasse Pole-Chancen. Im Rennen spielte er seine Klasse aus, und arbeitete perfekt mit seinem Team zusammen. Valtteri Bottas war im Trockenen wohl schneller, im Nassen aber nicht. Nach Power-Unit-Strafe blieb er im Rennen außerdem im hinteren Mittelfeld stecken. Erst mit richtigem Strategie-Call spülte er sich am Schluss im Regen in die Top-5.
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Mercedes:
Lewis Hamilton schien am Freitag noch der langsamere Fahrer zu sein, aber im Regen am Samstag schloss er die Lücke, und hatte bis zu einem Strategie-Fehltritt und einem Unfall in der Boxengasse Pole-Chancen. Im Rennen spielte er seine Klasse aus, und arbeitete perfekt mit seinem Team zusammen. Valtteri Bottas war im Trockenen wohl schneller, im Nassen aber nicht. Nach Power-Unit-Strafe blieb er im Rennen außerdem im hinteren Mittelfeld stecken. Erst mit richtigem Strategie-Call spülte er sich am Schluss im Regen in die Top-5.

Red Bull: Max Verstappen nahm am Qualifying nach Power-Unit-Strafe überhaupt nicht teil. Im Rennen kämpfte er sich schnell zurück in die Punkteränge, und wählte den richtigen Zeitpunkt zum Intermediates-Stopp, um sich P2 zu sichern. Sergio Perez enttäuschte im Qualifying, kämpfte aber im Rennen um ein Podium, ehe ein schlechter erster und schlecht getimter zweiter Boxenstopp ihn wieder ans Ende der Top-10 warfen.
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Red Bull:
Max Verstappen nahm am Qualifying nach Power-Unit-Strafe überhaupt nicht teil. Im Rennen kämpfte er sich schnell zurück in die Punkteränge, und wählte den richtigen Zeitpunkt zum Intermediates-Stopp, um sich P2 zu sichern. Sergio Perez enttäuschte im Qualifying, kämpfte aber im Rennen um ein Podium, ehe ein schlechter erster und schlecht getimter zweiter Boxenstopp ihn wieder ans Ende der Top-10 warfen.

Ferrari: Charles Leclerc lieferte im Qualifying nur ein kurzes Gastspiel, daher wird ihm wie Verstappen keine Niederlage angeliefert. Trotz Motorwechsel schoss er mit Raketenstart vor auf P12, und kämpfte im Rennen bald um einen Top-5-Platz, ehe er im Regen beim Stopp den Vortritt lassen musste. Danach pokerte er, blieb länger draußen, und wurde mit P15 bestraft. Carlos Sainz holte P2 im Qualifying, führte das Rennen an, und brachte das Podium über die Linie, aber die Pace war in freier Fahrt nicht berauschend, und das Rennen im Verkehr schwierig. Trotzdem war er da, wenn es drauf ankam.
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Ferrari:
Charles Leclerc lieferte im Qualifying nur ein kurzes Gastspiel, daher wird ihm wie Verstappen keine Niederlage angeliefert. Trotz Motorwechsel schoss er mit Raketenstart vor auf P12, und kämpfte im Rennen bald um einen Top-5-Platz, ehe er im Regen beim Stopp den Vortritt lassen musste. Danach pokerte er, blieb länger draußen, und wurde mit P15 bestraft. Carlos Sainz holte P2 im Qualifying, führte das Rennen an, und brachte das Podium über die Linie, aber die Pace war in freier Fahrt nicht berauschend, und das Rennen im Verkehr schwierig. Trotzdem war er da, wenn es drauf ankam.

McLaren: Lando Norris behielt bei auftrocknender Strecke am Samstag kühlen Kopf und fuhr seine erste Pole ein. Auch das Rennen begann er souverän, erst im Finale zeigte er bei den Mischbedingungen Nerven. Gemeinsam mit dem Team verspielte er die Sieg-Chance. Daniel Ricciardo wurde im Qualifying von der Glanzleistung des Teamkollegen überschattet, leistete aber im Rennen nach starkem Start wichtige Schützenhilfe, und rettete mit gut gesetztem Wechsel auf Intermediates die McLaren-Ehre.
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McLaren:
Lando Norris behielt bei auftrocknender Strecke am Samstag kühlen Kopf und fuhr seine erste Pole ein. Auch das Rennen begann er souverän, erst im Finale zeigte er bei den Mischbedingungen Nerven. Gemeinsam mit dem Team verspielte er die Sieg-Chance. Daniel Ricciardo wurde im Qualifying von der Glanzleistung des Teamkollegen überschattet, leistete aber im Rennen nach starkem Start wichtige Schützenhilfe, und rettete mit gut gesetztem Wechsel auf Intermediates die McLaren-Ehre.

Alpine: Fernando Alonso fuhr ein fast perfektes Wochenende, mit einem starken Qualifying und einem richtig starken Rennen, in dem er mit guter Strategie vor in Richtung Top-5 kam und bei einsetzendem Regen gar um das Podium kämpfte. Nur blieb er zu lange draußen, fiel wieder zurück. Esteban Ocon fehlte im Qualifying schon etwas Pace, und im Rennen fuhr er unauffällig im hinteren DRS-Zug und stoppte am Schluss auch zur falschen Zeit.
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Alpine:
Fernando Alonso fuhr ein fast perfektes Wochenende, mit einem starken Qualifying und einem richtig starken Rennen, in dem er mit guter Strategie vor in Richtung Top-5 kam und bei einsetzendem Regen gar um das Podium kämpfte. Nur blieb er zu lange draußen, fiel wieder zurück. Esteban Ocon fehlte im Qualifying schon etwas Pace, und im Rennen fuhr er unauffällig im hinteren DRS-Zug und stoppte am Schluss auch zur falschen Zeit.

Alfa Romeo: Kimi Räikkönen blieb bei seinem Comeback einmal mehr in Q1 hängen, beklagte ein zwar gut ausbalanciertes aber in Summe zu wenig Grip bietendes Auto. Im Rennen hielt er sich nach gutem Start wacker im DRS-Zug, und konnte groß aufzeigen, als der Regen kam und er mit richtigen Entscheidungen P8 holte. Antonio Giovinazzi erlebte ein Albtraum-Wochenende: Crash am Freitag, Bremsprobleme am Samstag, Getriebewechsel und kein Funk am Sonntag.
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Alfa Romeo:
Kimi Räikkönen blieb bei seinem Comeback einmal mehr in Q1 hängen, beklagte ein zwar gut ausbalanciertes aber in Summe zu wenig Grip bietendes Auto. Im Rennen hielt er sich nach gutem Start wacker im DRS-Zug, und konnte groß aufzeigen, als der Regen kam und er mit richtigen Entscheidungen P8 holte. Antonio Giovinazzi erlebte ein Albtraum-Wochenende: Crash am Freitag, Bremsprobleme am Samstag, Getriebewechsel und kein Funk am Sonntag.

Williams: George Russell war im nassen Qualifying einmal mehr sensationell unterwegs, und konnte auch mit einem richtig starken ersten Stint seinen dritten Platz im Rennen behaupten. Ein früher Stopp machte sein Leben schwer, ein Schluss im Regen mit alten Intermediates ebenfalls. Nicholas Latifi hatte es schon im Qualifying schwer - da war er zwar stark, aber stellte in Q2 ab, weil er wegen Motorwechsel ohnehin von hinten starten musste. Im Rennen ging nach vorne für ihn nicht viel, und nach einem Unfall beim einsetzenden Regen musste er abstellen und besiegelte den letzten Platz.
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Williams:
George Russell war im nassen Qualifying einmal mehr sensationell unterwegs, und konnte auch mit einem richtig starken ersten Stint seinen dritten Platz im Rennen behaupten. Ein früher Stopp machte sein Leben schwer, ein Schluss im Regen mit alten Intermediates ebenfalls. Nicholas Latifi hatte es schon im Qualifying schwer - da war er zwar stark, aber stellte in Q2 ab, weil er wegen Motorwechsel ohnehin von hinten starten musste. Im Rennen ging nach vorne für ihn nicht viel, und nach einem Unfall beim einsetzenden Regen musste er abstellen und besiegelte den letzten Platz.

Aston Martin: Sebastian Vettel gab sich selbst die Schuld am verfrühten Feierabend im Qualifying. Verkehr in der letzten Runde, aber Fehler davor. Im Rennen kämpfte er lange mit Charles Leclerc, dann mit Kimi Räikkönen, und wurde schließlich von Lance Stroll abgedrängt und stoppte zu spät. Stroll hatte davor, nach solidem Qualifying und sensationellem Start, wie ein sicherer Punktekandidat ausgesehen, aber ein schwieriger Stopp und eine Fehlerlitanei im Regen machten alle Chancen zunichte.
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Aston Martin:
Sebastian Vettel gab sich selbst die Schuld am verfrühten Feierabend im Qualifying. Verkehr in der letzten Runde, aber Fehler davor. Im Rennen kämpfte er lange mit Charles Leclerc, dann mit Kimi Räikkönen, und wurde schließlich von Lance Stroll abgedrängt und stoppte zu spät. Stroll hatte davor, nach solidem Qualifying und sensationellem Start, wie ein sicherer Punktekandidat ausgesehen, aber ein schwieriger Stopp und eine Fehlerlitanei im Regen machten alle Chancen zunichte.

AlphaTauri: Pierre Gasly wurde zweimal Opfer von schlechten Strategie-Entscheidungen. Mit alten Intermediates überließ ihn das Team im Qualifyin seinem Schicksal und provozierte ein Q2-Aus. Beim Start verlor Gasly Plätze, hielt aber lange Valtteri Bottas auf. Beim Regen aber ließ ihn das Team viel zu lange draußen, weil man mit Besserung rechnete. Yuki Tsunoda war am Freitag desolat unterwegs, und am Samstag regelrecht überrascht, dass er es so weit nach vorne geschafft hatte. Seine Zweifel, ob die Setup-Änderungen aber im Trockenen auch gut sein würden, bestätigten sich im Rennen. Nach grobem Strategie-Fauxpas - das Team steckte ihm im Nieselregen erst Soft, dann Inters auf - landete er weit hinten.
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AlphaTauri:
Pierre Gasly wurde zweimal Opfer von schlechten Strategie-Entscheidungen. Mit alten Intermediates überließ ihn das Team im Qualifyin seinem Schicksal und provozierte ein Q2-Aus. Beim Start verlor Gasly Plätze, hielt aber lange Valtteri Bottas auf. Beim Regen aber ließ ihn das Team viel zu lange draußen, weil man mit Besserung rechnete. Yuki Tsunoda war am Freitag desolat unterwegs, und am Samstag regelrecht überrascht, dass er es so weit nach vorne geschafft hatte. Seine Zweifel, ob die Setup-Änderungen aber im Trockenen auch gut sein würden, bestätigten sich im Rennen. Nach grobem Strategie-Fauxpas - das Team steckte ihm im Nieselregen erst Soft, dann Inters auf - landete er weit hinten.

Haas: Mick Schumacher war im Qualifying im Regen eine Bank, im Rennen nach vorsichtigem Start aber lange hinter Nikita Mazepin. Als er es endlich vorbeischaffte, musste er prompt mit Defekt abstellen. Mazepins Rückstand sah im Qualifying nach schlechtem Timing des Reifenwechsels übler aus als er war. Im Rennen bekam er für einen erneut aggressiven Block die schwarz-weiße Flagge, spielte sonst kaum eine Rolle.
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Haas:
Mick Schumacher war im Qualifying im Regen eine Bank, im Rennen nach vorsichtigem Start aber lange hinter Nikita Mazepin. Als er es endlich vorbeischaffte, musste er prompt mit Defekt abstellen. Mazepins Rückstand sah im Qualifying nach schlechtem Timing des Reifenwechsels übler aus als er war. Im Rennen bekam er für einen erneut aggressiven Block die schwarz-weiße Flagge, spielte sonst kaum eine Rolle.