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Formel 1 eSports: Line-Ups stehen, Champion Opmeer zu Mercedes

Formel-1-eSports-Series 2021: Die Line-Ups der Teams stehen. Mercedes und Ferrari landen Transfercoups, Red Bull setzt auf Konstanz.
von Yannik Grafmüller

Motorsport-Magazin.com - In knapp einem Monat beginnt die fünfte eSports-Series der Formel 1. Seit gestern Abend ist nun auch klar, welche Fahrerpaarungen die zehn Teams kommende Saison ins Rennen schicken werden. Es gibt gleich mehrere prominente Teamwechsler, darunter auch zwei Weltmeister.

So wechselt etwa der amtierende Weltmeister Jarno Opmeer das Team und geht zu Mercedes. Im Vorjahr hatte er sich noch mit Alfa Romeo zum Champion gekrönt. Bei den Silberpfeilen soll Opmeer die Lücke füllen, die Brendon Leigh hinterlässt. Der zweifache Weltmeister aus Reading fährt in der kommenden Saison für Ferrari. Dort wird er Teamkollege von David Tonizza.

Red Bull will den dritten Konstrukteurstitel in Folge

Vorjahres-Vizeweltmeister Frederik Rasmussen und Marcel Kiefer, 2020 Gesamt-Dritter, bleiben ihrem Team hingegen treu, sie fahren auch 2021 für Red Bull. Gemeinsam gewannen sie vergangene Saison den Konstrukteurstitel mit Red Bull und haben für die kommende eSports Series große Ambitionen: "Wir arbeiten jeden Tag hart, um unser Ziel, zum dritten Mal in Folge den Konstrukteurstitel zu gewinnen, zu erreichen. Es wäre unglaublich, zu gewinnen und ich glaube, dass wir das schaffen können", sagt Rasmussen.

Auch Kiefer ist optimistisch: "Ich freue mich auf die diesjährige F1 eSports Pro Series und hoffe, dass wir unser Momentum fortsetzen und einen dritten Titel gewinnen können. Ich werde mein Bestes geben, um unsere Performance auf der Strecke zu maximieren."

Während die Österreicher also an ihrem Erfolgsduo festhalten, stellt sich Vizeweltmeister Alfa Romeo komplett neu auf, denn auch Daniel Bereznay verlässt das Schweizer Team. Den Ungarn zieht es zu McLaren. Dort ersetzt er den letztjährigen "Rookie des Jahres" Dani Moreno, welcher neuer Teamkollege von Opmeer bei Mercedes wird. Alfa Romeo setzt 2021 stattdessen auf Simon Weigang aus Deutschland und Filip Presnajder aus der Slowakei.

Romain Grosjean und R8G Esports unterstützen Haas-Team

Cedric Thomé, der dritte Deutsche im Feld, fährt wie schon im Vorjahr für das Haas-Team. 2020 schloss er die Saison mit fünf Punkten auf Platz 20 ab, ein achter Platz war sein bestes Ergebnis. In diesem Jahr will er sich weiter steigern und erhält dabei prominente Unterstützung von Ex-Formel-1-Pilot Romain Grosjean und dessen eSports-Team R8G Esports.

"Ich fühle mich geehrt, für ein weiteres Jahr ein Teil von Haas zu sein. Mit der Unterstützung von R8G bin ich sicher, dass wir tolle Dinge erreichen können. Ich fühle mich jetzt schon besser vorbereitet als vergangene Saison", blickt Thomé dem Saisonstart entgegen.

Romain Grosjean kooperiert 2021 mit dem eSports-Team von Haas - Foto: LAT Images

Saisonstart am 13. Oktober in Bahrain, Finale am 16. Dezember in Brasilien

Die Saison wird am 13. Oktober beginnen und besteht aus insgesamt vier Events mit jeweils drei Rennen. Der Saisonauftakt steigt auf dem Bahrain International Circuit, dort wird das erste Rennen ausgetragen. Weitere Rennen in Shanghai und auf dem Red Bull Ring komplettieren Event eins.

Event zwei findet 14 Tage später statt (27. und 28. Oktober). Die drei Rennen werden auf den Strecken in Silverstone, Monza und Belgien ausgetragen. Knapp einen Monat danach (24. bis 25. November) findet Event drei mit Rennen in Portimao, Zandvoort und Austin statt. Die Rennstrecke in den USA kehrt damit nach einem Jahr Pause in die eSports Series zurück, Portimao feiert virtuelle Premiere.

Das finale vierte Event wird vom 15. bis 16. Dezember über die Bühne gehen. Das erste Rennen wird auf der Traditionsrennstrecke in Imola gefahren - auch für sie virtuelles Debüt. Es folgt ein Rennen in Mexiko City, ehe das Saisonfinale in Interlagos ausgetragen wird.

Auch in diesem Jahr können alle Sessions der eSports Series wieder live auf den offiziellen Social-Media-Kanälen der Formel 1 (Facebook, YouTube, Twitch und Huya) verfolgt werden.