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Formel 1, Virtueller GP von China: Leclerc besiegt Albon

Charles Leclerc feiert seinen zweiten virtuellen GP-Sieg. Alex Albon folgt auf Platz 2. Lando Norris scheitert schon wieder an Internetproblemen.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Der dritte virtuelle Formel-1-Grand-Prix stand auf dem Programm. Und nach dem Motto "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", wird auch die Anzahl der Formel-1-Piloten, die an den virtuellen Events teilnehmen, zunehmend größer. Neben Charles Leclerc, der vor zwei Wochen bei dem Event in Australien erfolgreich war, waren auch Alex Albon, Antonio Giovinazzi, Lando Norris, George Russell und Nicholas Latifi am Start. Neu dabei war allerdings Carlos Sainz Jr. Dadurch sind es bereits sieben Formel-1-Piloten, die den virtuellen Grand Prix von China in Angriff nehmen.

Mit dabei waren auch wieder einige alte bekannte aus den ersten beiden Events, darunter Bahrain-Sieger Guanyu Zhou, Stoffel Vandoorne, Esteban Gutierrez und Jimmy Broadbent. Nicht an den Start gingen unter anderem Johnny Herbert und Christian Lundgaard, der in Melbourne Rang 2 belegte.

Zu den Favoriten zählten Charles Leclerc und Guanyu Zhou, die die beiden bisherigen Events für sich entscheiden konnten, sowie der erfahrene Sim-Racer Lando Norris. Doch auch zahlreiche andere Fahrer im Feld hatten in letzter Zeit viel Erfahrung in F1 2019 gesammelt.

Starterliste Virtueller Grand Prix von China

Team Fahrer Fahrer
Mercedes Stoffel Vandoorne Esteban Gutierrez
Ferrari Charles Leclerc Callum Ilott
Red Bull Alexander Albon Thibault Courtois
McLaren Lando Norris Carlos Sainz Jr.
Renault Guanyu Zhou Ian Poulter
Alpha Tauri Liam Lawson Ciro Immobile
Racing Point Anthony Davidson Jimmy Broadbent
Alfa Romeo Antonio Giovinazzi Juan Manuel Correa
Haas Louis Deletraz Pietro Fittipaldi
Williams George Russell Nicholas Latifi

Qualifying: Leclerc eine Klasse für sich

Im Qualifying führte kein Weg vorbei an Charles Leclerc. Der Ferrari-Pilot hielt die Konkurrenz mit einem Vorsprung von einer Zehntel auf Distanz. George Russell kam auf die zweite Position, gefolgt von Alexander Albon, Stoffel Vandoorne und Louis Deletraz. Die Abstände im vorderen Feld waren sehr eng. Die ersten 12 Piloten lagen innerhalb von einer Sekunde. Wieder nicht an den Start gehen konnte Lando Norris, der wie schon bei den ersten beiden Events, mit Internetproblemen zu kämpfen hatte und bereits während dem Qualifying die Lobby verließ.

Rennen: Leclerc mit zweitem Sieg in Serie

Aufgrund einiger Startplatzstrafen änderte sich die Startaufstellung signifikant. Davon betroffen waren unter anderem George Russell und Stoffel Vandoorne. Charles Leclerc startete nach wie vor von der Pole, hinter ihm nahmen Alexander Albon und Louis Deltraz das Rennen in Angriff.

Am Start hielten die ersten beiden ihre Positionen. Guanyu Zhou kam auf die dritte Position nach vorne, gefolgt von Stoffel Vandoorne und Esteban Gutierrez. In den weiteren Runden konnte Leclerc Albon nicht wirklich abschütteln. Der Thailänder hielt sich konsequent im DRS-Fenster, kam aber nicht dazu Leclerc zu attackieren. Mit dem ersten Boxenstopp nach vier Runden gelang dem Red-Bull-Piloten der Undercut gegen Leclerc, der eine Runde später seine Box aufsuchte. Auch Vandoorne kam durch einen früheren Stopp an Guanyu Zhou vorbei. Währenddessen übernahm Liam Lawson die Führung vor Carlos Sainz, die im Gegensatz zu den Führenden auf den Medium-Reifen gestartet waren.

In Runde 11 überholte Leclerc Alexander Albon und übernahm durch die Boxenstopps von Lawson und Sainz kurze Zeit später wieder die Rennführung. In der Folge zog Leclerc um eine Zehntel nach der anderen von seinem Verfolger davon. Vandoorne kämpfte dahinter mit Zhou um die dritte Position. In der zweiten Rennhälfte tauschten der chinesische Formel-2-Pilot und der ehemaligen McLaren-Fahrer mehrmals die Positionen.

Charles Leclerc erreichte das Ziel als Erster, gefolgt von Alexander Albon. Stoffel Vandoorne überquerte die Ziellinie auf Rang 3, wurde allerdings aufgrund einer Zeitstrafe auf P5 zurückversetzt. Dadurch erbte Guanyu Zhou die Podestplatzierung und George Russell rückte auf Platz 4 nach vorne. Dahinter klassifizierten sich Esteban Gutierrez, Louis Deletraz, Liam Lawson, Nicholas Latifi und Carlos Sainz in den Top-10. Antonio Giovinazzi konnte das Rennen nach Verbindungsproblemen nicht beenden.

Das nächste Event der Serie findet in zwei Wochen zum geplanten Termin des Niederlande-GPs statt. Da die Strecke in F1 2019 natürlich nicht verfügbar ist, wird eine Strecke, die im Herbst auf dem Kalender steht, gefahren. Welche das ist, wird in einer Online-Abstimmung ermittelt.


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