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Sim-Racing: BMW schickt zehn Profi-Fahrer weltweit ins Rennen

Von der Nordschleife bis nach Sebring: Am Wochenende sind zahlreiche Profis aus dem BMW-Werkskader im virtuellen Renneinsatz.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Den BMW-Fahrern wird auch zu Zeiten der Corona-Zwangspause nicht langweilig. Da in der reellen Welt die Räder in den nächsten Wochen stillstehen, wechselt die Fahrerflotte der Münchner in die virtuelle Welt über. Sim-Racing ist das große Thema in dieser Zeit - und BMW mischt an allen Ecken und Enden mit.

Das allererste virtuelle Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie macht am Samstag, 21. März um 13:00 Uhr mit einem 4-Stunden-Rennen in der Grünen Hölle den Anfang. Unter den mehr als 50 Fahrzeugen, die in vier Klassen aufgeteilt werden, befinden sich zwei BMW Z4 GT3 mit BMW Fahrern am Steuer.

Jens Klingmann und Martin Tomczyk teilen sich ein Fahrzeug, die beiden Mitglieder des neuen BMW Junior Teams, Dan Harper und Neil Verhagen, das andere. Das Rennen wird im Livestream auf der offiziellen Webseite der VLN übertragen.

"Ich bin tatsächlich ein Sim-Racing-Neuling und vor meinem allerersten Renneinsatz im Simulator natürlich etwas aufgeregt", sagt Klingmann. "Es ist faszinierend, welche Entwicklung das Sim-Racing in den vergangenen Jahren durchgemacht hat. Gerade in diesen Zeiten ist das für uns eine großartige Alternative zum realen Rennsport. Ich kann es kaum erwarten, mit meinem Teamkollegen Martin Tomczyk ausgerechnet auf der Nordschleife mein Debüt zu feiern."

Der frühere DTM-Champion Tomczyk ergänzt: "Auch wenn es absolut notwendig ist, ist es für uns Motorsportler natürlich auch schade, dass wir aktuell zu Hause anstatt an der Rennstrecke sind. Umso mehr freue ich mich, dass uns das Sim-Racing die Möglichkeit bietet, trotzdem an Rennen teilzunehmen. Ich persönlich verbringe im Moment sehr viel Zeit im Simulator."

BMW-Fahrer Max Günther hat sich zuhause aufs Rennen vorbereitet - Foto: BMW Motorsport

Im Anschluss an dieses Rennen geht es weiter mit der zweiten Ausgabe des "All-Star Esports Battle" auf YouTube. Bis zu 60 professionelle Rennfahrer stellen sich der Herausforderung von Sim-Racern und ermitteln im Grand Final, das um 20:00 Uhr gestartet wird, den Gesamtsieger.

Formel-E-Fahrer Maximilian Günther wird erneut dabei sein, nachdem er am vergangenen Wochenende bei der Premiere des Events den zweiten Platz im "Pro Race" hinter Max Verstappen belegt hatte. Sim-Racing-Narr und BMW DTM-Fahrer Philipp Eng gibt zudem sein Debüt.

Max Günther: "Ich freue mich sehr auf das nächste All-Star Rennen am Samstag. Letztes Wochenende habe ich einen ersten Vorgeschmack vom eSports Racing bekommen und kann ganz klar sagen, es macht Lust auf mehr."

"Ich freue mich sehr darauf, mir mit so vielen meiner Profi-Rennfahrer-Kollegen und Sim-Racern virtuell die Rennstrecke zu teilen", sagt der Österreicher Eng. "Im Moment ist der Simulator unsere einzige Chance, Rennen zu fahren. Ich werde mich so gut wie möglich vorbereiten und hoffe, vorne dabei sein zu können."

Im 90-minütigen Rennen des "IMSA Sebring SuperSaturday" werden vier MOTUL BMW M8 GTE in der Startaufstellung stehen. Nach der Verschiebung der 12 Stunden von Sebring werden die Fans mit packender GTE-Action auf der Plattform iRacing entschädigt. Am Steuer der zwei roten und zwei schwarzen BMW M8 GTE werden die BMW Team RLL Fahrer Bruno Spengler, Jesse Krohn und Colton Herta sowie Nick Catsburg sitzen. Das Rennen beginnt um 19:30 Uhr (MEZ) und wird vom iRacing Network auf YouTube und Twitch übertragen.

Der DTM-Champion von 2012, Bruno Spengler: "Sim-Racing hilft uns Fahrern sehr dabei, fit zu bleiben. Und jetzt, da wir alle aus Sicherheitsgründen zu Hause bleiben, gibt es uns die Chance, weiterhin unseren Job zu machen. Ich bin froh, Teil dieses Events zu sein, und werde alles geben, um gemeinsam mit meinen BMW Kollegen eine gute Show zu bieten."


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