In der vergangenen Saison sorgte die Jahreswagen gleich zwei Mal für eine große Überraschung. Erst siegte Jamie Green auf dem Norisring, dann holte Oliver Jarvis in Zandvoort die Pole-Position. Auch in diesem Jahr müssen die acht Piloten der 2009er-Boliden mit ihren Kollegen in den älteren Boliden rechnen.

"Die Vorjahreswagen sind fünf Kilogramm leichter geworden, das darf man nicht außer Acht lassen", weiß Timo Scheider. Im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com hat er erklärt: "Die 25 Kilogramm Gewichtsunterschied können, je nach Strecke, bis zu drei Zehntelsekunden ausmachen. Auf einigen Kursen sogar eine halbe Sekunde."

"Das sind Zeiten, wo man sich richtigen Strecken muss", befürchtet der zweifache Champion. Nicht vergessen darf man die Tatsache, dass je nach Handicapverteilung noch größere Gewichtsunterschiede entstehen können.

Sieg wäre keine Überraschung

"Es würde mich nicht wundern, wenn wir wieder einen Sieg mit einem Vorjahresauto sehen", denkt Scheider. "Gerade der Norisring bietet sich an. Da braucht man Bremsen und Traktion, wenig Aero. Aber es wird mehr Strecken geben als den Norisring, wo sie konkurrenzfähig sein werden."

Auch Timo Scheider saß vor seinem Wechsel zu Abt Sportsline bereits in einem Jahreswagen. 2006 startete er für das Team Rosberg, kam in neun von zehn Rennen ins Ziel und wurde zwei Mal Sechster.