Wie bereits 2006 wurde auch vor der kommenden DTM-Saison die Entwicklung weitestgehend eingefroren, um die Budgets der Hersteller zu entlasten. Um die Einhaltung aller Regeln überprüfen zu können, hat jeder Hersteller seine gesamten Teile jeweils in einem eigenen, vom Deutschen Motor-Sport-Bund (DMSB) zur Verfügung gestellten, versiegelten Container hinterlegt, der bei jedem Rennen vor Ort ist und die Referenzteile enthält.

Ebenfalls sind die Konstruktionen in Form der CAD-Datensätze beim DMSB hinterlegt worden. Der sonst übliche Aufbau von zumeist vier neuen Einsatzfahrzeugen für die neue Saison und die übliche Weiterentwicklung zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit entfielen somit, was eine deutliche Einsparung bei den Entwicklungskosten zur Folge hatte. Die Audi- als auch die Mercedes-Piloten steuern weiter ihre Einsatzfahrzeuge von 2009. Während Mercedes seinen Kader für 2010 noch nicht bekannt gegeben hat, gibt es bei Audi einige Änderungen.

Testfahrten in Valencia

Oliver Jarvis übernimmt das Fahrzeug von Tom Kristensen, Mike Rockenfeller fährt das bisherige Einsatzauto von Oliver Jarvis. DTM-Neuling Miguel Molina erhielt den A4, mit dem im vergangenen Jahr Katherine Legge unterwegs war, und die Britin das bisherige Fahrzeug von Mike Rockenfeller. Titelverteidiger Timo Scheider pilotiert den A4 DTM mit der Chassisnummer R14 plus 606.

Wenn die Audi-Werksfahrer im spanischen Valencia in der kommenden Woche von Mittwoch bis Samstag zu den offiziellen DTM-Testfahrten antreten, enthält die technische Gleichung bei der Abstimmungsarbeit zum ersten Mal viele Bekannte. Und doch beginnt die individuelle Arbeit auf der Suche nach Zehntel- und Hundertstelsekunden für jeden Fahrer und alle Ingenieure wieder ganz von vorn - zumal der Kurs in Valencia für die DTM Neuland ist.