Das DTM-Rennen in Barcelona verlief für Susie Stoddart alles andere als nach Wunsch - es schien, als würden alle gegen die blonde Schottin arbeiten. "Zunächst hatte ich einen Bremsplatten am rechten Vorderreifen", berichtet Stoddart auf ihrer Webseite. "Ich wollte dann so früh wie möglich stoppen, mein Team hat mich aber nicht vor Runde 20 hineingerufen." Als sie wieder auf die Strecke kam, fand sie sich hinter Katherine Legge wieder. "Dann machte sie einen Fehler und ich bin neben sie gefahren, dabei haben wir uns berührt." Was folgte, war eine von der Rennleitung ausgesprochene Durchfahrtsstrafe, die Stoddart bis auf Platz 15 zurückwarf.
Generell haben es die Jahreswagen-Fahrer in der DTM nicht gerade einfach. Nicht nur, dass sie mit altem Material an den Start gehen dürfen, die engen Testbeschränkungen haben zudem zur Folge, dass die Fahrer der alten Boliden nur an den Rennwochenenden und den zwei offiziellen Testfahrten vor Saisonbeginn im Auto sitzen. "Ich würde gerne jedes Wochenende fahren, aber das geht nicht. Man darf damit kein Problem haben, denn ändern kann man es sowieso nicht. Es bringt nichts, sich zu beschweren, letztlich ist das für alle Fahrer der Jahreswagen so", berichtete Stoddart in einem Gespräch mit dem Motorsport-Magazin.com.
Umso wichtiger ist die richtige Rennvorbereitung, wobei die 26-Jährige nicht alle ihrer Kniffe verraten will. "Aber ich spreche oft mit meinem Ingenieur, wir bereiten immer viel für das anstehende Wochenende vor. Ich schaue mir Videos und Daten an, das ist sehr wichtig geworden, weil wir auch nur noch zweieinhalb Stunden Training vor dem Qualifying haben", so Stoddart. "Und schließlich müssen wir schon alles wissen, bevor wir auf die Strecke gehen."
Von Computerspielen und Simulationen sei sie dagegen kein großer Fan - letztlich zählt das eigentliche Feeling auf der Strecke. Noch blieb Stoddart das Glück aus, sie steht weiterhin ohne einen einzigen Zähler da, genau wie ihre Audi-Kollegin Legge. "Natürlich war das Rennen auf dem Norisring eine super Möglichkeit für uns, aber auch auf anderen Strecken haben wir gute Chancen." Die nächste Einladung in die Top-Acht könnte es schon in Dijon geben: in gut zwei Wochen darf Stoddart dann mit dem Minimalgewicht von 1.020 Kilogramm an den Start gehen.

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