Audi ist seinem großen Ziel, als erster Automobilhersteller der Geschichte einen dritten DTM-Titel in Folge zu gewinnen, wieder einen kleinen Schritt näher gekommen: Mit einem hart erkämpften zweiten Platz in Brands Hatch baute Timo Scheider seinen Vorsprung auf Gary Paffett, den besten Mercedes-Fahrer, auf neun Punkte aus.
"Es war mein Ziel, vor Gary Paffett und Mattias Ekström ins Ziel zu kommen und meine Tabellenführung auszubauen - das habe ich Gott sei Dank geschafft, obwohl es ein schwieriges Rennen war mit den Problemen bei beiden Boxenstopps", erklärte der Tabellenführer nach dem Rennen. "Das hat viel Zeit gekostet und war frustrierend. Zum Glück hatte ich ein perfektes Auto und konnte den Zeitverlust wieder wettmachen."
Schützenhilfe
Schützenhilfe bekam Scheider von seinem Teamkollegen Martin Tomczyk, der erneut ein starkes Rennen fuhr. Der Nürburgring-Sieger setzte sich in einem knallharten Duell gegen Mercedes-Pilot Bruno Spengler durch, wovon auch Scheider profitierte. Anschließend ließ er dem Tabellenführer freiwillig den Vortritt und begnügte sich mit Position drei. "Mein Auto war hervorragend", schwärmte Tomczyk. "Aber ich glaube, alle Audi waren heute sehr schnell. Es wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen, aber es ist klar für mich, dass ich meinen Teamkollegen, der in der Meisterschaft führt, vorbeilasse."
"Wir können mit diesem Ergebnis gut leben", erklärte Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Natürlich möchte man gerne jedes Rennen gewinnen, aber das geht einfach nicht. Paul Di Resta hatte hier ein perfektes Wochenende. Wir haben für Audi trotzdem das Beste herausgeholt - vor allem mit Blickrichtung auf die Meisterschaft. Ich bin sehr froh, dass zwei unserer Jungs ganz vorne liegen."

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