Als Alexandre Prémat vor zwei Jahren in Zandvoort die Führung übernahm, sah bereits alles nach dem zweiten Jahreswagen-Sieg in der DTM-Geschichte aus. Kurz vor dem Ziel gab der Franzose den Sieg jedoch an den im Meisterschaftkampf befindlichen Martin Tomczyk ab und rollte auf der zweiten Position ins Ziel. Danach dauerte es beinahe eineinhalb Jahre, bis ein altes Modell siegreich war.
Nun kommt Prémat erneut nach Zandvoort und besitzt mit dem Meisterauto der letzten Saison fast perfektes Material. "Ich erwarte ein gutes Rennen", freut sich der Phoenix-Pilot auf den vierten Saisonlauf. "In Sachen Speed sind wir seit dem Lausitzring richtig schnell, aber es ist hart, den Job auch zu beenden." Immerhin kennt der Franzose den 4,307 Kilometer langen Kurs aus Formel 3 und DTM wie seine Westentasche. "Vielleicht wird es etwas einfacher für uns, weil wir wenig Gewicht haben. Vor zwei Jahren hätte ich das Rennen gewinnen können und ich hoffe, dass ich das erneut schaffen könnte."
Oliver Jarvis schaffte es in dieser Saison bereits als Dritter auf das Treppchen. Nach dem guten Auftakt in Hockenheim folgten jedoch zwei unglückliche Rennen, die der Brite nicht beendete. "Im Vergleich zu Mercedes hat Audi auf dem Norisring etwas schwächer ausgesehen, aber das sollte sich in Zandvoort ändern", hofft Jarvis im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Letztes Jahr war das Auto dort sehr stark, als Fahrer sollte ich also einen guten Job machen können."

Irgendwann sollte die Pechsträhne in den Rennen jedenfalls zu Ende sein. Was Jarvis in Zandvoort außerdem braucht, ist ein gutes Qualifying - denn der schnelle Dünenkurs gilt als umgemein überholunfreundlich. "Eigentlich war das Qualifying bisher ja sogar eine unserer Stärken. Letztes Jahr war ich oft sehr stark, auch in Hockenheim war ich richtig gut", so Jarvis. "Nun hoffe ich in Zandvoort erneut auf eine gute Leistung."
Mit der schnellsten Rennrunde stellte Katherine Legge auf dem Norisring ihr Können unter Beweis, blieb nach einem Fehler am Start allerdings unbelohnt. "Bereits in der letzten Saison war ich in Zandvoort mit dem 2006er-Audi sehr gut unterwegs", erinnert sich Legge. "Ich mag Zandvoort, denn das ist eine richtig schnelle und flüssige Strecke, ein kompletter Kontrast zu Nürnberg." In dieser Saison würde sie sich auf jedes Rennen freuen, so die Audi-Dame. "Denn ich habe eine unglaubliche Truppe hinter mir und wir werden immer besser. Wenn ich nun die Fehler abstellen kann und das leiste, wozu ich im Stande bin, sollten wir spätestens am Ende des Jahres in einer richtig guten Verfassung sein."

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