Mit zwei Siegen, fünf weiteren Podestplätzen und dem zweiten Platz in der Endabrechnung zählte Paul di Resta definitiv zu den schnellsten und besten Piloten der DTM-Saison 2008. Doch die Zukunft des 22-Jährigen, der schon seit einigen Jahren fest mit Mercedes zusammenarbeitet, ist weiterhin ungewiss. Noch weiß man nicht, ob der schnelle Schotte der DTM erhalten bleibt - alles hängt von einem möglichen Deal mit dem indischen Formel 1-Team Force India ab.

"Leider kann ich momentan nicht viel über meine Zukunft sagen", so Di Resta auf der Motorsport-Messe Autosport International. "Für mich ist die Hauptsache, dass ich Rennen fahren kann. Möglichweise in der DTM, vielleicht aber auch in einer anderen Serie."

Sein zweites Jahr in der DTM hätte ihm sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es - seiner Meinung nach - nicht immer fair zuging. "Gerade in den letzten Rennen hatte ich mit einigen Fahrern kleinere Probleme", spielt Di Resta auf die Duelle mit Alexandre Prémat und Mattias Ekström in Le Mans und Hockenheim an. "Timo kann ich zu seinem Titelgewinn allerdings nur gratulieren. Mit ihm war es immer sehr fair und er hat einen super Job gemacht. Vor ihm kann ich meinen Hut ziehen."

Enttäuschung gehört zum Geschäft dazu

Di Resta jubelte oft, wurde aber nur Zweiter, Foto: DTM
Di Resta jubelte oft, wurde aber nur Zweiter, Foto: DTM

Insgesamt wäre er mit der Saison absolut zufrieden. "Es war ein tolles Jahr, das sehr viel Spaß gemacht hat", berichtet Di Resta. "Audi hat mit einem sehr starken Auto begonnen, das war nicht gerade leicht für uns. Aber wir haben sie eingeholt und waren ab Mitte der Saison ebenfalls sehr stark."

Ein gewisses Maß an Enttäuschung hätte es nach dem verlorenen Finale aber dennoch gegeben. "Aber das wäre jeder andere Pilot auch gewesen", so der Mercedes-Mann. "Nach Le Mans standen meine Chancen sehr gut. In den letzten fünf Saisonrennen wurde ich vier Mal Zweiter und habe ein Rennen gewonnen - trotzdem hat es nicht gereicht."

Es bleibt aber weiterhin abzuwarten, ob Paul di Resta seine Kariere in der DTM fortsetzt. Alles hängt davon ab, ob er eines der begehrten Cockpits in der Königsklasse ergattern kann. Dies hätte auch direkte Auswirkungen auf den restlichen Fahrerkader von Mercedes, denn die Anzahl der Neuwagen-Cockpits ist auf gerade einmal vier beschränkt...