"Endlich scheint mal wieder die Sonne und es ist warm. Der Sommer ist wieder da", freute sich Tom Kristensen nach dem Training der DTM in Mugello. Lufttemperaturen von über 20 Grad zwangen so manchen im Fahrerlager, die dicke Winterjacke aus Oschersleben im Koffer zu lassen und stattdessen auf ein T-Shirt zu setzen. Auch die Dunlop-Pneus konnten sich nicht beschweren: die Asphalttemperaturen kletterten auf bis zu 32 Grad.

Gerade für die Audi-Piloten war es nicht einfach, ihren neuen A4 optimal abzustimmen, da die zehn Kilo Ballast den Reifen noch mehr zusetzen als es die schnelle Strecke ohnehin schon tut. "Wir haben heute viel mit dem Sturz der Reifen gearbeitet und die beste Position für das Zusatzgewicht gesucht. Außerdem haben wir einige Sachen mit den Federn und der Aerodynamik probiert", so Kristensen gegenüber adrivo Sportpresse.

Tom Kristensen griff zur Sonnenbrille, Foto: Audi
Tom Kristensen griff zur Sonnenbrille, Foto: Audi

"In Mugello gibt es viele schnelle Kurven - die Strecke ist daher sehr reifenmordend", weiß auch der Le-Mans-Rekordsieger. Im Rennen sei es wichtig, dass die Reifen über die Distanz nicht zu stark abbauen und der sogenannte Drop nicht zu extrem ist. "Ich denke das haben wir heute geschafft", sagte Kristensen im Hinblick auf die guten und konstanten Zeiten im Audi-Lager.

Zumindest im Cockpit hatten die Temperaturen keine Nebenwirkungen für Timo Scheider, seinen Test-Tag veränderte Petrus mit seinem guten Willen aber doch: "Im ersten Test ist die Asphalttemperatur immer weiter angestiegen, daher sind wir nicht so viel gefahren, weil die unterschiedlichen Temperaturen die Aussagen verfälscht hätten." Am Nachmittag war das Wetter hingegen vorteilhaft. "Von der Uhrzeit lag der zweite Test so wie das Rennen am Sonntag. Ich bin 18 Runden gefahren und mit dem Ergebnis sehr zufrieden", erklärte Scheider.

Positiv überrascht war auch Mathias Lauda, obwohl es bei ihm zu keiner Top-Platzierung reichte. Der Jahreswagen-Pilot konzentrierte sich wie viele andere auch auf die Einstellung des Autos für das Rennen am Sonntag. "Den Long-Run bin ich mit einem alten Satz Reifen gefahren", sagte Lauda, der jedoch keine Probleme mit einer übermäßigen Abnutzung der Pneus bekam. "Der Asphalt scheint nicht so aggressiv zu sein wie wir dachten."