Mit 1:44.743 Minuten fuhr Paul di Resta die schnellste Rundenzeit im zweiten Test der DTM in Mugello. Bernd Schneider kam mit nur einer Zehntel Rückstand unter die besten Drei - von einer Trainingsdominanz der Audi war auf der Berg- und Talbahn in der Toskana nicht mehr viel zu sehen. Hat Mercedes die Chance, im dritten Saisonrennen den ersten Sieg zu holen, oder wurde das heutige Ergebnis von zu vielen Faktoren beeinflusst?
"Das Resultat hat heute noch nicht viel zu sagen, aber ich bin nicht unzufrieden", berichtete Bernd Schneider im Gespräch mit der adrivo Sportpresse. Der Saarländer weist bei der Begutachtung der Zeiten auf die unterschiedlichen Programme der einzelnen Fahrer - gerade auch zwischen den Marken - hin. "Zu Beginn haben wir uns auf den perfekten Renntrim konzentriert und am Ende sind wir wie gewohnt eine Qualifying-Simulation gefahren."

Durch eben diese schnelle Runde mit frischen Reifen und leerem Tank kamen Di Resta und Schneider auf die Ränge eins und drei, nur Mattias Esktröm konnte sich als Zweiter zwischen dem Mercedes-Duo halten. "Wenn es normal läuft fährt man dann immer die schnellste Zeit. Allerdings weiß ich nicht, ob man das heute richtigen werten kann - trotzdem haben wir eine gute Chance ganz vorne mitzufahren", so der ehemalige Champion Schneider.
Tom Kristensen war von der Stuttgarter-Bestzeit nicht überrascht, denn "die sind 20 Kilo leichter. Morgen werden sie um die Pole fahren, da bin ich mir sicher. Aber wir werden hart mit ihnen kämpfen, denn unser A4 funktioniert auch sehr gut", so der Däne. Um auf der schnellsten Strecke im Kalender gewinnen zu wollen, müsse man im Qualifying ganz vorne stehen, so Kristensen weiter. "Aber das optimale Quali-Setup suchen wir morgen. Heute haben wir Daten für das Rennen gesammelt und werden diese nun auswerten."
Auch Tabellenführer Timo Scheider legte sein Augenmerk auf das Fahren über eine lange Distanz, platzierte sich aber trotzdem in der Spitzengruppe. Eine schnelle Runde wurde ihm kurz vor dem Ablauf der Zeit zunichte gemacht, als ein anderes Fahrzeug vor ihm zurück auf die Strecke kam. "Wenn wir nach dem Qualifying in den ersten zwei oder drei Reihen stehen, ist das eine gute Basis für uns", erklärte der Audi-Pilot. "Man merkt die zehn Kilo Zusatzgewicht schon, gerade in Mugello wo es so viel rauf und runter geht..."

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