Mit einem Urknall begann in Hockenheim die DTM-Saison 2005, die sich in den folgenden Monaten als nicht weit weniger spektakulär als eben jener Knall herausstellen sollte... Hatte der amtierende Meister Mattias Ekström noch zunächst standesgemäß die Pole Position erobert, um diese beim Start sofort wieder an Gary Paffett zu verlieren, so befand sich der Schwede zumindest noch weit genug vorne, um dem Urknall zu entgehen - anders als sein Teamkollege:

Mit Tom Kristensen hatte die kollisionslastige Massenkonfusion in der ersten Kurve ihr prominentestes Opfer gefunden; auch Rinaldo Capello, Laurent Aiello und Martin Tomczyk mussten ihre Diensttage vorzeitig beenden. Während insbesondere Audi aus der ersten Runde stark geschwächt hervorging, konnte sich zunächst auch Mercedes nicht eines pannenfreien Sonntags rühmen:

Jean Alesi initiierte den Mercedes-Dreifachtriumph Nr. 1, Foto: DTM
Jean Alesi initiierte den Mercedes-Dreifachtriumph Nr. 1, Foto: DTM

Während sich Bernd Schneider infolge eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe einhandelte, überschritt Mika Häkkinen auf Grund eines nach Aussage des Finnen "verwirrenden" Safety-Cars in der Boxengasse das Tempolimit - Durchfahrtsstrafe auch für den Finnen. Gary Paffett plagte sich mit einer immerzu auf- und zuschwingenden Fahrertür, wohingegen Jean Alesi mit einem vor ihm über die Boxengasse hoppelnden Hasen glimpflich davonkam.

So war es schließlich auch der Franzose, der nach einem fehlerfreien Rennen zum ersten und letzten Mal in der Saison 2005 triumphierte - Gary Paffett und Bernd Schneider komplettierten trotz ihrer Handicaps den Mercedes-Dreifachtriumph. Weitere drei Mercedes C-Klassen eroberten die Punkte. Zu schwach präsentierte sich der Audi Mattias Ekströms, der im Verlauf des Rennens nach vergeblichem Kampf gar bis hinter Christian Abt im Vorjahres-Audi zurückfiel; eine zu schwache Performance offenbarten die ein katastrophales Handling aufweisenden Opel Vectra GTS, deren Piloten zudem einmal mehr vom Unfallpech geplagt waren.

So erlebten die 116.000 Zuschauer des Wochenendes eine eindeutige Machtdemonstration von Seiten der Stuttgarter - und durften dennoch einem unterhaltsamen wie packenden Eröffungsrennen beiwohnen. Manchmal bedarf es eben eines Urknalls...