Der Oschersleben-Sieg von Mirko Bortolotti steht auf der Kippe und Ersatzfahrer Christian Engelhart kann nach seinem Unfall am Vortag den Sonntag auf dem Nürburgring nicht mehr bestreiten: Das Lamborghini-Team GRT erlebt derzeit ziemlich herausfordernde Zeiten in der DTM.
Es gibt aber auch gute Nachrichten vom Rennstall aus Österreich: Maximilian Paul soll schon in der kommenden Woche ans Steuer des Lamborghini Temerario GT3 zurückkehren, mit dem er Anfang Juli auf dem Norisring gecrasht war. Teamchef Gottfried Grasser bestätigte am Sonntagmorgen bei ProSieben, dass der Dresdner am nächsten Sonntag, 23. August beim offiziellen DTM-Test am Sachsenring dabei sein wird.
Maximilian Paul: "Habe einen guten Heilungsprozess hinter mir"
Dann soll sich zeigen, ob Paul schon wieder einsatzbereit ist, um das nächste DTM-Rennwochenende auf dem Sachsenring (11.-13. September) bestreiten zu können. Der Lamborghini-Werksfahrer hatte sich vor knapp sechs Wochen einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Bruch des L1-Lendenwirbels zugezogen. Die Genesung des 26-Jährigen verlief offenbar sehr gut.
Paul unterstützt das Team an diesem Wochenende auf dem Nürburgring. "Es war eine sehr gute OP", sagte er bei ProSieben. "Ich habe einen guten Heilungsprozess hinter mir und fühle mich gut. Aktuell wohne ich bei meinem Physio zuhause. Wir haben drei Behandlungen am Tag und gehen zwei, drei Stunden täglich im Wasser trainieren."

GRT muss Lamborghini nach Nürburgring-Crash reparieren
Paul weiter: "Ich habe mein ganzes Leben nur auf meinem Heilungsprozess ausgerichtet. Ich will wieder fahren, entsprechend tue ich alles dafür." Er selbst wollte allerdings noch keine Prognose abgeben, wann eine Rückkehr ins Rennauto möglich sein könnte - das hat inzwischen sein Teamchef übernommen.
Zunächst einmal muss allerdings der #19 Lamborghini Temerario GT3 wieder aufgebaut werden, mit dem Ersatzfahrer Engelhart im Samstagsrennen gecrasht war. Also jenes Auto, dass das Team erst nach dem Unfall von Paul aufwändig repariert und mit einem neuen Chassis versehen hatte.
"Der Schaden war größer als gedacht", sagte Grasser. "Es ist wichtig, dass das Auto für den Sachsenring-Test wieder passt und wir es wieder hinbringen für Maximilian Paul, der wieder einsteigen wird. Dann sehen wir, wie es für ihn geht. Dafür wollen wir das Auto in Ruhe fertigmachen."
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