Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin) hat sich die Pole Position für das DTM-Samstagsrennen am Lausitzring mit einem echten Husarenritt gesichert! Der Däne brannte im knackigen Qualifying eine schnelle Runde nach der anderen in den heißen Asphalt und setzte sich gegen seine 20 Konkurrenten durch. Thiim gelang es dreimal in Folge, seine persönliche Bestzeit zu unterbieten - am Ende stand sogar ein neuer GT3-Qualifying-Rekord.

Der 37-Jährige war am Samstagmorgen nicht aufzuhalten und stürmte mit einer 1:19.463 zum ersten Startplatz. Für Thiim war es die zweite Pole Position in der DTM seit 2024, nachdem er damals einen Start-Ziel-Sieg auf dem Norisring gefeiert hatte.

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Lausitzring-Polesetter Nicki Thiim: "Nehmen wir mit"

Der 'Dane Train' kann sich im heutigen Rennen (Start um 13:30 Uhr) gute Hoffnungen auf seinen zweiten Sieg in der deutschen Traditionsserie ausrechnen, denn die Pole Position bedeutet in der Lausitz schon die halbe Miete: Bei den letzten sieben Rennen seit 2022 überquerte der Pole-Setter die Ziellinie stets als Erster. "Nehmen wir mit, großes Lächeln", freute sich der Aston-Martin-Werksfahrer.

Nicki Thiim in der DTM
Nicki Thiim feiert seine zweite DTM-Pole - die erste im Aston Martin, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Das Qualifying nahm nach dem üblichen Heat-Soak-Prozedere erst acht Minuten vor dem Ende an Fahrt auf. Und es wurde ein Duell zwischen Thiim und Arjun Maini, der mit seinem Ford Mustang GT3 Evo den zweiten Startplatz belegte. Thiim gelang es im Aston Martin Vantage GT3 Evo aber dreimal in Folge, zeitlich nachzulegen - Maini war am Ende um nur 0,062 Sekunden unterlegen. Zwischenzeitlich trennte das Duo fünf Tausendstelsekunden.

Mercedes-AMG-Trio lauert in den Top-5 der Startaufstellung

Während Thiims Pole Position etwas überraschend kam, hatte sich das Ford-Werksteam HRT schon in den Freien Trainings bockstark präsentiert. Ford und Mercedes-AMG galten im Vorfeld als aussichtsreichste Kandidaten für die Pole. Dafür reichte es nicht ganz, dennoch können sich die Affalterbacher einiges ausrechnen: Die Mercedes-Piloten Lucas Auer, Jules Gounon und sein Winward-Teamkollege Maro Engel landeten auf den Startplätzen drei, vier und fünf.

Landgraf-Ass Auer sagte nach dem Qualifying bei ProSieben: "Das war kein einfaches Qualifying, weil es darum ging, sich ideal auf der Strecke zu positionieren." Den Österreicher muss man auf dem Eurospeedway immer auf dem Zettel haben. Auer blickt hier bereits auf vier Siege zurück, den ersten holte er vor zehn Jahren 2016 und den bis dato letzten in der vergangenen Saison.

Mit DTM-Rookie Finn Wiebelhaus fuhr der zweite Pilot von HRT-Ford auf den sechsten Platz. "Man hat gesehen, dass wir Fortschritte mit dem Ford Mustang gemacht haben", sagte sein Teamkollege Maini. Zandvoort-Sieger Matteo Cairoli im Emil-Frey-Ferrari 296 GT3 Evo und AMG-Youngster Tom Kalender folgten auf den Positionen sieben und acht. Damit fuhren alle vier Mercedes-AMG GT3 in die Top-8 der Startaufstellung.

Lausitzring-Qualifying: Porsche und BMW enttäuschen

Nicolas Baert, der Aston-Martin-Teamkollege von Thiim, und Ben Dörr im McLaren 720 S GT3 komplettierten die Top-10. Timo Glock im zweiten Dörr-McLaren fuhr nur auf den 21. und damit letzten Startplatz, nachdem sich der frühere Formel-1-Fahrer bereits im Training mit einem technischen Problem herumgeplagt hatte.

Für Porsche gab es unterdessen nichts zu holen im Qualifying: Der Österreicher Thomas Preining fuhr als bestplatzierter Fahrer eines Neunelfers nur auf P12. Manthey-Teamkollege Ricardo Feller kam nicht über P16 hinaus. Ebenfalls abgeschlagen war das Top-Team Schubert-BMW mit Geburtstagskind Kelvin van der Linde (wird heute 30) sowie Doppel-Champion Marco Wittmann auf den Positionen 18 und 19.

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