Geschäftiger Auftakt für die DTM beim dritten Rennwochenende der Saison 2025 in Zandvoort: Am heutigen Freitag steht neben den beiden Freien Trainings auch schon ein Qualifying (16:55-17:15 Uhr) auf dem Plan. Grund: Die DTM hat ihren Zeitplan verändert, um den Fahrern am Sonntag die Möglichkeit zu geben, parallel am offiziellen Testtag für die 24 Stunden von Le Mans teilzunehmen.

Deshalb ist die Startzeit für das Sonntagsrennen von 13:30 auf 16:30 Uhr verschoben und das Qualifying 2 auf den Freitagabend vorverlegt worden. Jack Aitken (DTM: Emil-Frey-Ferrari / WEC: Cadillac) und Jules Gounon (DTM: Winward-Mercedes / WEC: Alpine) reisen per Privatflieger zwischen den Niederlanden und Frankreich hin und her, während die BMW-Piloten Marco Wittmann und Rene Rast auf den Le-Mans-Test verzichten.

DTM in Zandvoort: Bestzeit für Preining

Thomas Preining (Manthey-Porsche) erzielte im 2. Freien Training am Mittag die bisherige Tagesbestzeit in 1:33.345 Minuten. Der Ex-DTM-Champion unterbot die am Morgen aufgestellte Trainings-Bestmarke von Lucas Auer (Landgraf-Mercedes, 1:34.267) deutlich. Diese Zeiten sind zumindest mit Blick aufs Qualifying für die Tonne. Zum Vergleich: 2024 schnappte sich der spätere Samstags-Sieger Aitken die Pole Position in 1:31.762 Minuten.

Hinter Preining ordnete sich Marco Wittmann (Schubert-BMW) auf dem zweiten Platz in der Zeitenliste ein. Der BMW-Werksfahrer und Vorjahressieger, der am Sonntag sein 200. DTM-Rennen bestreiten wird, brauchte 1:33.454 Minuten für seinen besten Umlauf auf dem Dünenkurs. Sein Rückstand auf den Grello-Porsche betrug 0,109 Sekunden.

Der Porsche 911 GT3 R und der BMW M4 GT3 Evo gaben den Ton im 2. Training an und belegten die Top-4 exklusiv: Ayancan Güven im zweiten Manthey-Neunelfer und Wittmanns Schubert-Teamkollege Rene Rast ordneten sich auf P3 und P34 ein. Die Top-4 trennten 0,421 Sekunden nach der 45-minütigen Trainings-Session.

Die Porsche fahren in Zandvoort mit einem 3,5 Millimeter größeren Restriktor und 20 Kilo mehr als zuletzt am Lausitzring. Bei BMW hat der BoP-Dienstleister SRO an der Ladedruck-Schraube gedreht, um den erwarteten Topspeed-Vorteil etwas einzubremsen.

Zwei Lamborghini erleiden Reifenschäden

Während sich die Fahrer und Teams für die beiden Rennen auf dem niederländischen Formel-1-Kurs vorbereiteten, dürften bei Lamborghini die Alarmglocken schrillen: Mit Mirko Bortolotti (Abt-Lamborghini, P17) und Jordan Pepper (GRT-Lamborghini, P20) erlitten zwei Huracan-Piloten Reifenschäden.

Spektakulär war vor allem der Highspeed-Abflug des Südafrikaners Pepper vor Kurve 13. Nach dem Reifen-Defekt hinten links drehte sich Pepper unkontrolliert ins Kiesbett, konnte einen Mauereinschlag aber verhindern. Der Vorfall löste eine fünfminütige Full-Course-Yellow-Phase aus. Wenig später musste der amtierende DTM-Champion Bortolotti seinen Abt-Lambo mit einem Reifenschaden hinten rechts zurück in die Box hieven.

DTM-Training: Ford und McLaren in den Top-10

Der schnellste Nicht-Porsche/BMW-Fahrer war Jack Aitken an fünfter Stelle. HRT-Ford-Pilot Arjun Maini sorgte mit P6 für eine kleine Überraschung, während Ben Dörr (Dörr-McLaren), Rookie Tom Kalender (Landgraf-Mercedes), Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) und Luca Engstler (GRT-Lamborghini) die Top-10 vervollständigten.

Der aktuelle DTM-Spitzenreiter Lucas Auer landete auf Platz 16 mit acht Zehntelsekunden Rückstand. Timo Glock (Dörr-McLaren) und Fabio Scherer (HRT-Ford) bildeten auf den Plätzen 23 und 24 das Schlusslicht im Klassement. Während Glock Bremsprobleme beklagte, konnte der Schweizer Scherer mit seinem Ford Mustang GT3 nur sechs Runden und damit die wenigsten aller Fahrer abspulen.