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DTM-Fahrer feiern Schumacher-Netflix-Doku: Er war mein Held

Auch in der DTM ist die Dokumentation von Michael Schumacher in aller Munde. Maximilian Götz, Christian Klien teilen ihre Erinnerungen über Schumacher.
von Samuel Marton

Motorsport-Magazin.com - Vor wenigen Tagen war es so weit: Die Netflix-Dokumentation über Michael Schumacher wurde veröffentlicht und beherrschte fortan die Medien. Kaum ein Motorsport-Fan ließ sich bisher den Blick hinter die Kulissen der Karriere des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters entgehen.

Auch in der DTM ist die Dokumentation im Rahmen des Assen-Wochenendes Gesprächsthema. Maximilian Götz, Liam Lawson, Christian Klien und Sheldon van der Linde wurden nach ihren Eindrücke gefragt. In einer Sache sind sich alle einig: Michael Schumachers Lebenswerk ist etwas ganz Besonderes.

'Schumacher war immer mein Held'

Die Historie der Formel 1 hat viele große Namen: Alain Prost, Niki Lauda, Ayrton Senna und natürlich auch Michael Schumacher. Diese Fahrer haben es geschafft, ganze Menschenmassen zu begeistern. "Senna war immer mein Held, die Dinge haben sich nach der Doku aber etwas geändert", lässt Sheldon van der Linde einblicken und erklärt, die Dokumentation bereits am Erscheinungstag im Flugzeug gesehen zu haben.

Für Maximilian Götz dagegen war Landsmann Schumacher schon immer sein Idol. Der HRT-Mercedes-Pilot erklärt, Schumacher auch persönlich getroffen zu haben: "Ich bin einige Male gegen ihn gefahren. Als ich in der Formel 3 war, haben wir uns mal an der Strecke getroffen. Er war für mich immer ein Held und das wird er auch immer bleiben. Er ist unantastbar."

Im Gegensatz zu van der Linde hat er jedoch einen ganz anderen Plan, wo er die Schumacher-Doku noch ansehen möchte. "Wenn ich zuhause bin, machen wir mit anderen ein Public Viewing und sehen sie uns dann an", verrät Götz.

Schumacher bei Ferrari: Das war unglaublich

Vor allem die in der Dokumentation behandelte Zeit Schumachers bei Ferrari hat die DTM-Piloten beeindruckt. Erst in der fünften Saison gelang dem Kerpener mit der Scuderia der heiß ersehnte Weltmeistertitel. Keine einfache Zeit - dabei wurde allerdings der Grundstein für viele Jahre des Erfolgs gelegt. "Ich wusste gar nicht, wie schwer seine ersten Jahre bei Ferrari waren. Er hat das Team nach vorne gepusht - es war cool, das zu sehen", erzählt Liam Lawson.

Sheldon van der Linde unterstreicht die Aussagen des jungen Neuseeländers: "Zu sehen, welche Schwierigkeiten er bei Ferrari am Anfang hatte, war unglaublich. Man hat gesehen, wie hart er gearbeitet hat. Sie haben mit der Doku einen echt tollen Job gemacht."

Michael SchumachersZeit bei Ferrari spielen in der Dokumentation eine entscheidende Rolle - Foto: LAT Images

Götz: Schade, dass er kein Teil in Micks Karriere sein kann

In der Dokumentation ging es letztlich aber auch um Einblicke in das Privatleben der Familie Schumacher. "Wenn du so berühmt bist, dann baust du um dich herum eine Mauer auf. Wenn du ihn dann aber privat triffst, ist er ein ganz anderer Mensch - sehr offen", so DTM-Gaststarter Christian Klien.

Genau dieses Privatleben ist allerdings auch mit dem dramatischen Schicksal des zweifachen Vaters verknüpft, der 2013 bekanntermaßen einen schweren Skiunfall erlitt. "Seine Familie ist toll und ich habe einen guten Draht zu Mick. Ich verfolge seine Karriere und haben ab und zu Kontakt mit ihm. Schade, dass Michael kein Teil seiner Karriere sein kann. Als ich gesehen habe, dass Mick gesagt hat, dass er mit Michael nicht über Motorsport reden kann, war das sehr emotional", so Götz.

David Schumacher bei DTM-Wochenende in Assen

Der jüngere Cousin Mick Schumachers, David Schumacher, ist an diesem DTM-Rennwochenende in Assen von der Partie. Der Sohn von Ralf Schumacher wird dabei aber kein Rennen bestreiten. Stattdessen soll David Schumacher in einem Formel-1-Zweisitzer ein paar Runden in den Asphalt brennen und dabei prominente Gäste chauffieren.


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