DTM

DTM x Super GT, Fuji: Lexus gewinnt Rennen 1 - DTM-Duo in Top-8

Nick Cassidy beschert Lexus und der Super GT beim Dream Race in Fuji den ersten Sieg. DTM-Vertreter im Pech - zwei Audis fahren in die Top-8.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Super GT hat den ersten Schlagabtausch mit der DTM beim Dream Race in Fuji für sich entschieden. Nick Cassidy feierte einen ungefährdeten Start/Ziel-Sieg im Samstagsrennen. Am Sonntag (ab 06:25 Uhr MEZ live bei Sat.1 und im Live-Stream auf DTM.com) steht ein weiteres Rennen zwischen den beiden Tourenwagenserien auf dem Plan.

Die sieben DTM-Vertreter von Audi und BMW hatten den 15 Boliden aus der Super GT am Samstag nicht allzu viel entgegenzusetzen. Bestplatzierter DTM-Fahrer war der Benoit Treluyer. Der Audi-Gaststarter lieferte sich nach einer Safety-Car-Phase kurz vor Schluss zahlreiche Duelle und schaffte es auf den sechsten Platz.

Treluyer gelang es im Schlussspurt auch, den bis zu diesem Zeitpunkt besten Audi mit Rene Rast am Steuer zu überholen. Der amtierende DTM-Champion musste sich nach einer spannenden Schlussphase mit dem achten Platz begnügen.

Während Cassidy (Lexus LC 500), Koudai Tsukakoshi (Honda NSX-GT) und der Drittplatzierte Naoki Yamamoto (Honda NSX-GT) auf dem Podium feierten, ordnete sich die deutsche Delegation weiter hinten im Feld ein.

Mike Rockenfeller war hinter den Audi-Markenkollegen Treluyer und Rast der drittbeste DTM-Fahrer auf dem 13. Platz. Der frühere DTM-Champion wurde in der in den letzten Minuten nach dem Safety-Car-Restart von einem Lexus auf der Strecke gedreht und verlor dadurch einige Positionen.

Hinter Rockenfeller überquerte mit Kobayashi der bestplatzierte Fahrer des BMW-Trios die Ziellinie auf dem 14. Platz. Schlechter lief es bei seinen Markenkollegen Marco Wittmann, der nach zwei Boxenstopps mit einer Runde Rückstand ins Ziel kam. Alex Zanardi wurde Letzter, nachdem er seinen BMW M4 zwischenzeitlich in der Box reparieren lassen musste.

"Ein spannendes Rennen, leider konnten wir heute nicht vorne mitkämpfen", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Die Super-GT-Autos waren ein bisschen zu schnell für uns und hatten einen weniger Verschleiß mit den Reifen. Am Ende wurde es noch einmal sehr spannend, als das Safety Car hereinkam. Da hatten wir die frischeren Reifen und konnten mit dem besten Audi auf den sechsten Platz fahren."

Duval: Mauer statt Startreihe eins

Großes Pech hatte Loic Duval, nachdem er sich als bester DTM-Vertreter für den zweiten Startplatz qualifiziert hatte. Auf dem Weg in die Startaufstellung verlor der Audi-Pilot mit frischen Slick-Reifen die Kontrolle und rutschte in die Streckenbegrenzung. Duval beschädigte sich dabei die linke Vorderpartie seines Audi RS 5 und musste auf den Rennstart verzichten.

Auch bei BMW lief vor dem Rennbeginn nicht alles rund. Bei Alex Zanardis M4 sorgte ein Problem mit dem Öldruck dafür, dass der 53-Jährige aus der Boxengasse starten musste. Zuvor hatte sich der beinamputierte Fan-Liebling auf dem letzten Platz qualifiziert. Nach 16 Runden musste Zanardi seinen BMW vorzeitig in der Box parken und das Rennen aufgeben.

22 Autos von Super GT und DTM beim Dream Race Show-Rennen in Fuji - Foto: Audi Communications Motorsport

DTM x Super GT: So lief das Samstags-Rennen

Die Startaufstellung: Drama auf dem Weg ins Grid: Loic Duval verlor mit frischen Slick-Reifen auf abtrocknender Fahrbahn die Kontrolle über seinen Audi und schlug mit der linken Vorderseite in die Streckenbegrenzung ein. Dadurch verlor der Franzose den zweiten Startplatz neben Pole-Setter Nick Cassidy. Die Audi-Crew machte sich fieberhaft an die Reparatur mit dem Plan, Duval noch während des Rennens rauszuschicken.

Die weiteren Audi-Markenkollegen Rene Rast, Benoit Treluyer und Mike Rockenfeller starteten auf Slick-Reifen. Im BMW-Lager hoffte Marco Wittmann von P19 mit einem Start auf Regenreifen auf Wetterglück. Alex Zanardi hatte vor dem Start ein Problem mit dem Öldruck an seinem BMW M4 und musste aus der Boxengasse starten. Der 53-Jährige hatte sich zuvor für den letzten Startplatz qualifiziert.

Der Start: In Fuji startete das Feld im Gegensatz zur DTM rollend. Die meisten Fahrer hatten sich auf der feuchten Piste für Slick-Reifen von Hankook entschieden. Nick Cassidy verteidigte seine Pole Position souverän. Dahinter übernahm Ronnie Quintarelli kurzzeitig den zweiten Platz von Naoki Yamamto im Honda NSX-GT. Takuya Izawa verlor in der ersten Runde die Kontrolle über seinen Honda und drehte sich ohne Fremdeinwirkung.

Mike Rockenfeller fiel in der Anfangsphase vom vierten auf den achten Platz zurück. Rene Rast und BMW-Gaststarter Kamui Kobayashi verbesserten sich auf die Plätze neun und zehn.

Die Boxenstopps: Marco Wittmann bog nach der ersten Runde in die Boxengasse ab und wechselte von Regenreifen auf Slicks - die riskante Wahl hatte sich früh als falsch herausgestellt. In Runde 14 absolvierten Rene Rast auf P7 liegend und Kamui Kobayashi von der zehnten Position ihre Pflicht-Boxenstopps. Drum herum kam es zu einigem Chaos bei Super-GT-Crews, die die Autos zum Teil rückwärts in Richtung Boxenstraße zurückschieben mussten.

Während in der DTM maximal neun Mechaniker für den Boxenstopp zugelassen sind, dürfen in Fuji jeweils nur sieben Profis Hand anlegen. Da die Boxenstopps in der Super GT anders verlaufen, taten sie sich schon beim Gaststart in Hockenheim schwer. Die japanischen Teams brauchten bei jedem Reifenwechsel deutlich länger als die erfahrenen DTM-Crews.

Mike Rockenfeller steuerte in der 19. Runde aus den Top-8 heraus die Boxengasse für seinen Pflicht-Reifenwechsel an. Einen Umlauf später folgte ihm Markenkollege Benoit Treluyer, der als letzter Fahrer im Feld auf einen neuen Satz der Hankook-Slickreifen wechselte.

Die Zwischenfälle: Rund sieben Minuten vor dem Rennende sorgte Daiki Sasaki für die erste Safety-Car-Phase des Rennens. Der Japaner blieb mit seinem Nissan GT-R auf der Start/Ziel-Geraden stehen, woraufhin die Rennleitung eingriff. Vor der Neutralisationsphase belegte Rast als bestplatzierter DTM-Fahrer den neunten Platz, Mike Rockenfeller fuhr auf P11. Cassidy führte das Feld vor Tskukakoshi und Yamamoto an.

Beim Re-Start zwei Minuten vor dem Rennende änderte sich nichts an der Spitze. Rockenfeller fiel nach Kontakt mit Treluyer im dichten Getümmel vom elften bis auf den 16. Platz zurück. Wittmann mischte derweil vorne mit, hatte nach zwei Boxenstopps aber eine Runde Rückstand auf den Rest des Feldes.

Die Ausfälle: Alex Zanardi musste das Rennen nach 16 Runden zwischenzeitlich aufgeben und seinen speziell angepassten BMW in der Box abstellen. Der Italiener hatte das Rennen wegen eines Problems mit dem Öldruck zuvor bereits aus der Boxengasse aufnehmen müssen. Nach dem Beginn der späten Safety-Car-Phase gelang es der BMW-Crew, Zanardis Auto für den Schlussspurt zurück ins Rennen zu schicken.

Das Rennergebnis:

Pos. Fahrer Fahrzeug Zeit
1 Nick Cassidy Lexus LC500 57:45.326
2 Koudai Tsukakoshi Honda NSX-GT 57:45.759
3 Naoki Yamamoto Honda NSX-GT 57:51.188
4 Kenta Yamashita Lexus LC500 57:52.300
5 Sho Tsuboi Lexus LC500 57:55.292
6 Benoit Treluyer Audi RS5 DTM 57:56.568
7 Yuhi Sekiguchi Lexus LC500 57:56.695
8 Rene Rast Audi RS5 DTM 57:56.866
9 Yuji Tachikawa Lexus LC500 57:58.747
10 Hideki Mutoh Honda NSX-GT 57:58.752
11 Frederic Makowiecki Nissan GT-R 58:00.974
12 Ronnie Quintarelli Nissan GT-R 58:01.090
13 Mike Rockenfeller Audi RS5 DTM 58:04.116
14 Kamui Kobayashi BMW M4 DTM 58:04.255
15 Takuya Izawa Honda NSX-GT 58:05.158
16 Yuichi Nakayama Lexus LC500 58:05.850
17 Jann Mardenborough Nissan GT-R 58:07.806
18 Marco Wittmann BMW M4 DTM 57:47.103
19 Daiki Sasaki Nissan GT-R 45:23.845
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